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Steigende Zahlen bei Manipulationen an Geldautomaten

27. Mai 2010 –

Die Zahlen, welche das Bundeskriminalamt auf den Tisch legte bei der Payment Card Crime Conference, sind alles andere als erfreulich. So war im vergangenen Jahr eine Steigerung von gut 20 Prozent zu verzeichnen gegenüber dem Vorjahr 2008. An gleich 964 Geldautomaten wurden im Jahr 2009 Manipulationen vorgenommen, im Jahr davor waren es noch „nur“ 809 Manipulationen gewesen.

Die Zahl der Mehrfach-Attacken sank hingegen leicht. Während im Jahr 2008 noch 2.387 Attacken registriert wurden waren es im Jahr 2009 weniger mehrfache Manipulationen an einzelnen Geldautomaten mit einer Zahl von 2.058 Attacken.

Dennoch gibt es keinen Grund, sich über die Zahlen zu freuen. Der Präsident des BKA, Jörg Ziercke, sieht den Rückgang der Zahlen demnach auch eher skeptisch. “Es besteht kein Grund zur Entwarnung: In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden bereits über 1.000 Attacken auf Geldautomaten registriert. Angesichts dieser Zahlen ist zu erwarten, dass die Entwicklung des Jahres 2009 eher vorläufiger Natur ist.”, sagte er in Berlin.

Bei der Payment Card Crime Conference treffen sich derzeit in der deutschen Hauptstadt Vertreter des BKA mit Vertretern des Bundeskriminalamts Wien (Österreich) und von der der Generaldirektion zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität Bukarest (Rumänien). Wichtig ist dies vor allem, da sich die Straftaten im Bereich der Zahlungskartenkriminalität über die Ländergrenzen hinweg abspielen.

Dies machte auch BKA-Präsident Ziercke bei der Vorstellung der Zahlen von 2009 noch einmal deutlich:  “Im Deliktsbereich Zahlungskartenkriminalität sind Staatengrenzen übergreifende Vorgehensweisen der Täter an der Tagesordnung. Der Ort der Datenerlangung und der Ort der Verwertung fallen regelmäßig auseinander. Debitkartendaten, die heute an einem beliebigen Ort in Deutschland abgegriffen werden, werden morgen für missbräuchliche Abbuchungen im Ausland eingesetzt. Eine internationale Kooperation der Sicherheitsbehörden ist somit unverzichtbar.”

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