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Finger weg von Strom-Discountern?

14. Oktober 2013 –

Pleiten und Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft, die ist es, was die unschöne Geschichte der Strom-Discounter in Deutschland mittlerweile begleitet. Mit Kampfpreisen waren einige Unternehmen in den vergangenen Jahren angetreten, inzwischen gibt es einige von diesen Billiganbietern für Strom schon gar nicht mehr. Für die Kunden bedeutete dies in den meisten Fällen jedoch nicht nur, dass sie ihren (vermeintlich) günstigen Stromanbieter verloren, sondern auch, dass sie die bereits geleisteten Vorkasse-Zahlungen möglicherweise niemals wiedersehen werden.

Heißt das nun gleichzeitig auch, dass man als Verbraucher besser die Finger weglassen sollte von Strom-Discountern? Oder ist es verkehrt, jetzt jeden in den gleichen Topf zu werfen? Natürlich gibt es günstige Anbieter für Strom, die durchaus „sauber“ arbeiten. Diese erkennt man meist an zwei Punkten: es wird keine Vorkasse verlangt und es werden keine fadenscheinigen Bonusangebote für Neukunden unterbreitet.

Genau über diese zwei wichtigen Punkte sind jedoch viele Stromwechsler gestolpert. Sie haben ein günstiges Angebot gesehen und sich dabei dann auf Vorkasse eingelassen – anstatt zu bedenken, dass jeder seriöse Energieversorger monatlich eine Abschlagszahlung fordert, die dann mit der jährlichen Abrechnung verrechnet wird. Wurde dann mehr Strom verbraucht, als gezahlt wurde, muss nachgezahlt werden, wurde weniger Strom verbraucht, kommt es indes zu einer Gutschrift durch den Stromversorger.

Dies ist das normale Vorgehen, auf das gerade die Verbraucher achten sollten, die über einen Wechsel des Stromanbieters nachdenken. Oftmals gibt es günstige Angebote, ein Stromversorger-Wechsel kann sich damit durchaus lohnen. Doch man sollte dabei auch realistisch sein und sich bewusst machen: wenn Vorkasse geleistet wird, ist diese im Falle einer Insolvenz des Unternehmens in der Insolvenzmasse verschwunden und wird nicht automatisch zurückgezahlt. Deshalb sollte von Vorkasse immer Abstand gehalten werden, wenn es um solche Leistungen wie die Versorgung mit Strom und Gas geht.

Und auch von den Bonusangeboten sollte besser Abstand gehalten werden. Hier steckt der Teufel oft im Kleingedruckten und zwar wird dann nur zur gerne mit dem Bonus geworben, um Neukunden zu locken, aber ob dieser dann auch tatsächlich zur Auszahlung kommt, steht eher in den Sternen. Hierzu gibt es mittlerweile einige Gerichtsurteile, was wechselwillige Strom- und Gaskunden durchaus aufhorchen lassen sollte. Deshalb können wir nur empfehlen: Finger weg von Vorkasse und Bonusangeboten, wenn zu einem günstigeren Stromanbieter gewechselt werden soll!

Eine Antwort zu “Finger weg von Strom-Discountern?”

  1. Rainer Friedrich sagt:

    Ganz meiner Meinung!
    Da man ja meist über ein Vergleichsportal wechselt hier nochmal eine Anleitung, wie man seine Häckchen bei der Tarifsuche setzen sollte:

    - Zahlweise monatlich
    - Neukundenbonus nicht berücksichtigen
    - Pakettarife ausschließen
    - Vertragslaufzeit: maximal ein Jahr
    - Preisgarantie: 12 Monate
    - Kaution und Genossenschaftseinlage ausschließen

    -> Bevor Ihr dann einfach wechselt, googelt mal nach dem Anbieter. Gibt es Kundenmeinungen und Erfahrungsberichte zu dem Anbieter? Preiserhöhungen? Sonstige schlechte Presse?
    Stromanbieter die sowohl Bonustarife als auch Tarife ohne Bonus anbieten halte ich auch für suspekt.

    Wenn man mal vergleicht wie viel ein Bonustarif im Vergleich zu einem Tarif ohne Bonus im Jahr kostet sieht man das die Ersparnis fast nur dem Bonus geschuldet ist. Der Bonus wird aber wenn überhaupt erst nach einem Jahr gezahlt!

    Das heißt man zahlt Monat für Monat einen viel zu hohen Abschlag, in der Hoffnung nach einem Jahr ein bisschen was von dem Geld zurückzubekommen!




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