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iff Überschuldungsreport 2013 – private Schulden steigen an

21. Oktober 2013 –

Der vom Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen (iff) aktuell veröffentlichte Überschuldungsreport 2013 zeigt einen Anstieg bei der durchschnittlichen Höhe der Verbindlichkeiten von Schuldnern. Während dieser Betrag im Jahr 2011 noch bei "nur" 32.631 Euro gelegen hatte, lag er im Jahr 2012 bereits auf 34.932 Euro, was einen Anstieg um 2.301 Euro bedeutet und damit um gut 7 Prozent. Errechnet wurden diese Zahlen aus den Bürgern, die überschuldet sind und sich an einer Schuldnerberatungsstelle gewandt haben.

Gut 3,3 Millionen überschuldete Haushalte soll es dabei laut Hochrechnungen geben, wie es im iff Überschuldungsreport 2013 heißt. Überschuldet zu sein bedeutet dabei: "wer seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, ohne die eigene Grundversorgung zu gefährden", so das iff.

Dabei sind es vor allem auch die Nebenkosten der Forderungen, welche die säumigen Zahler weiter in die Verschuldung treiben. Diese haben sich wegen anfallender Verzugszinsen der Gläubiger um durchschnittlich 10 Prozent bzw. 3.650 Euro erhöht. Die Kosten für das Eintreiben der offenen Forderungen stiegen indes im vergangenen Jahr um 1.600 Euro und damit um durchschnittlich ca. 8 Prozent. Dies zeigt, dass die Schuldner, die sowieso schon mit ihrer Überschuldung zu kämpfen haben und damit bereits finanziell am Abgrund stehen, noch weiter belastet werden. Damit werden weitere zusätzliche Belastungen geschaffen, die gerade Schuldner, die vormals nur kleine Summen nicht bewältigen konnten, durch die Verzugszinsen und Forderungskosten in den Ruin getrieben.

Von den in 2012 durchschnittlich den Schuldnerberatungsstellen in Deutschland gemeldeten offenen Forderungen entfallen 47 Prozent und damit ein Großteil der Schulden auf Banken -  was einen durchschnittlichen Betrag von 16.261 Euro ergab. Im vergangenen Jahr war dieser Anteil noch auf 45 Prozent gesunken und lag damit 2011 bei 14.601 Euro. Der Grund für diesen Anstieg könnte auch darin liegen, dass die Kreditzinsen in den vergangenen Jahren gesunken sind, aufgrund des immer weiter gesunkenen Leitzinssatzes. Und auch die immer beliebtere Art des Ratenkredits, die Null-Prozent-Finanzierung, scheint immer mehr Kreditnehmer anzulocken – und am Ende dann mitunter von der Verschuldung in die Überschuldung zu treiben, wenn die Augen letztlich größer waren als der (monatliche) Geldbeutel.

Um nicht eines Tages überschuldet zu sein, hilft es oftmals, rechtzeitig den Weg der Umschuldung zu suchen. Das heißt: teure Altkredite durch günstigere Neukredite umzuschulden. Und vor allem auch die Finger weg zulassen von dem für viele immer noch viel zu praktischen Dispokredit beim Girokonto und benötigte Anschaffungen bzw. Zahlungen, die nicht mit einem Mal bezahlt werden können, nicht über den Dispo zu bezahlen, sondern lieber über einen extra dafür aufgenommenen und damit zugleich auch günstigeren Ratenkredit.

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