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Lebensversicherung immer weniger zur Altersvorsorge geeignet?

25. Oktober 2013 –

In Deutschland geht die Angst um, seit die Niedrigzinsen immer mehr die Schere bei der Lebensversicherung aufzeigen. Gab es früher noch Neuverträge mit Zinsen um die vier Prozent p.a., sehen die neueren Verträge inzwischen ganz anders aus. Gesunken ist dabei vor allem auch der Garantiezins, der mittlerweile bei nur noch 1,75 Prozent liegt, Neuabschlüsse von Kapitallebensversicherungen lohnen sich mit kaum mehr, was sich auch an der zunehmenden Anzahl Versicherter ablesen lässt, die ihre Lebensversicherung verkaufen oder darauf ein Policendarlehen aufnehmen wollen. Dies haben auch die Bundesbürger erkannt, die immer mehr von der Lebensversicherung als Private Altersvorsorge abweichen.

Hatten schon zahlreiche Änderungen der Versicherungsbedingungen in den letzten Jahren für Einbußen geführt, so sorgen die „Minizinsen“ für einen weiteren Rückgang bei den kapitalbildenden Lebensversicherungen. Die Zukunft der Lebensversicherung, wie sie einmal war, ist damit offen. Bereits zum Sommer dieses Jahres hin hatten einige Versicherer neue Lebensversicherungsprodukte vorgestellt, bei denen der Garantiezins keine Rolle mehr spielt. Ob dies jedoch die Rettung ist für die Kapitallebensversicherung, die sich einstmals möglicherweise nahezu wie von selbst verkaufen ließ, ist mehr als dahingestellt.

Ob diese neuen Policen, die sich ohne den Garantiezins sehr von den alten, früheren Lebensversicherungspolicen jedoch wirklich den gewünschten Erfolg bringen werden? 2005 gab es laut Berechnungen noch mehr als 94 Millionen Kapitallebensversicherungsverträge, inzwischen ist diese Zahl deutlich gesunken, auf nur noch gut 89 Millionen Verträge über eine kapitalbildende Lebensversicherung. Damit gibt es zwar immer noch mehr Lebensversicherungen als Einwohner in unserem Land, dennoch ist dieser Rückgang binnen nur acht Jahren eine deutliche Marke, die auch die Versicherer selbst immer mehr aufhorchen lassen dürfte.

Wirklich lohnen wird sich ein Neuvertrag über eine solche Lebensversicherung mit Kapitalanteil kaum mehr. Der niedrige Garantiezins bringt einfach bei weitem nicht mehr so viel, wie es bei Altverträgen der Fall ist. Angesichts der dann auch noch hohen Kosten für die Kapitallebensversicherung stellt sich schon länger die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, sich eine günstige Risikolebensversicherung abzuschließen und sich für das Ansparen von Kapital eine kostengünstigere oder gar kostenfreie Alternative zu suchen oder die eigene Anlagestrategie auf gänzlich andere Säulen zu stellen. Damit würden diese beiden, gleichermaßen wichtigen Bereiche, der Todesfallschutz und die Schaffen von finanziellen Rücklagen, bedient werden, mit einem möglicherweise höheren Ertrag und dafür deutlich geringeren Kosten.

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