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Steigende Tendenz bei Privatinsolvenzen und Überschuldungen

31. Mai 2010 – admin

Die Verschuldung privater Verbraucher bleibt nach wie vor ein großes Problem in Deutschland. Dies wird auch aktuell wieder ersichtlich, durch das Schuldenbarometer des 1. Quartals 2010, dem Ergebnis einer Bürgel-Studie. Die Wirtschaftsauskunftei hat, angesichts der schlechter als gedachten Zahlen, die Gesamtprognose für Privatinsolvenzen in diesem Jahr nach oben korrigiert.

Bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres kam es zu einem Anstieg von fast 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres 34.710 private Verbraucher Insolvenz angemeldet. Die Zahlen dafür stammen laut Bürgel aus 15 von 16 Bundesländern.

Besonders dramatisch ist der Anstieg bei den Privatinsolvenzen in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen. Hier kam es im Vergleich mit dem Vorjahresquartal, Januar bis März 2010, zu einem Anstieg von 72 Prozent.

Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel hat angesichts der Zahlen die Prognose für die Privatinsolvenzen von 137.000 hoch gesetzt bis auf bis zu 140.000 private Insolvenzen im Laufe dieses Jahres.

Überschuldungen haben oft verschiedene Ursachen. Zu teure Kredite, ein ständig mit viel zu hohen Zinsen überzogenes Girokonto (ein kostenloses Girokonto kann hier Abhilfe schaffen), zu teure Handyverträge ohne Limitsetzung nach oben (bei letzteren empfiehlt sich in solchen Fällen der Einsatz einer Handy-Prepaidkarte). Schnell ist die Schuldenfalle erreicht. Deshalb sollte möglichst schnell die Problematik Schulden angegangen werden, wenn eine Zahlungsunfähigkeit in Reichweite kommt. Denn je eher die Thematik dann offen angegangen wird, auch gegenüber den Banken und Unternehmen, denen man Geld schuldet, desto besser können die Schuldenprobleme geklärt werden – ohne dass es im schlimmsten Falle zu einer Privatinsolvenz kommen muss.

Doch bereits im Vorfeld lassen sich bestimmte Dinge beachten. Kein Überziehen des Girokontos, sondern den teuren Dispo lieber mit einem günstigen Ratenkredit ablösen. Kein Eigenheim bauen ohne genügend Eigenkapital in der Hinterhand. Nur die Versicherungen und Verträge abschließen, die notwendig sind – und so wenige Abos wie möglich. Denn letztlich sollte man für seine Verpflichtungen niemals mehr im Monat zahlen müssen, als rein kommt in den Topf. Wichtig ist auch, immer einen Notgroschen beiseite zu legen, um bei dringend notwendigen Ausgaben einen Puffer zu haben, und nicht den Dispo überziehen zu müssen. Denn dieser wird teuer, mit Zinsen und Zinseszinsen, da ist fast jeder mit einem Kredit weitaus günstiger beraten.

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