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Garantiezins der Lebensversicherung dank Leitzinssenkung vor dem Aus?

08. November 2013 –

Bereits in den vergangenen Jahren hatten die Lebensversicherer mit dem sinkenden Leitzins zu kämpfen. Durch die dadurch gesunkenen Zinsen auf Spareinlagen haben die Versicherungen immer mehr mit ihrem Garantiezins auf Altverträge zu kämpfen. Zwar wurde dieser wichtige Zinssatz bereits mehrfach gesenkt und liegt nur noch bei 1,75 Prozent, doch die Zahl der Lebensversicherungen, die Probleme damit haben, steigt. Steht der Garantiezins der Lebensversicherung dank der erneuten Leitzinssenkung vor dem Aus?

Mehrere Versicherungen sind inzwischen dazu übergegangen, Lebensversicherungsprodukte anzubieten, bei denen es gar keinen Garantiezins mehr gibt. Wie gut diese jedoch wirklich sind, ist die große Frage. Durch die fehlende Garantieverzinsung können sich Versicherte, die eine solche Lebensversicherung natürlich nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, zumal dann erst gerechnet werden müsste, in wie weit die Rendite überhaupt noch Sinn macht. Denn was der Garantiezins für die kapitalbildende Lebensversicherung gebracht hat, ist sicherlich nicht zu unterschätzen.

Der nun neuerlich gesenkte Leitzins könnte dazu führen, dass die Sparzinsen weiter sinken werden – was dazu führen würde, dass die Lebensversicherer noch mehr Probleme damit bekommen, die vereinbarten Zinsen für alte Verträge überhaupt zusammen zu bekommen. Für Verbraucher, die jetzt erst eine Lebensversicherung abschließen wollen, stellt sich zudem die Frage, ob sich eine solche Kapitallebensversicherung noch lohnt. Oder ob es nicht viel sinnvoller ist, für den eigentlichen Todesfallschutz eine deutlich günstigere Risikolebensversicherung abzuschließen. Und das Sparen für die Altersvorsorge nicht der Lebensversicherung zu überlassen, sondern dies durch andere Anlagearten selbst zu übernehmen.

Denn letztlich ist längst klar: eine Kapitallebensversicherung lohnt sich nicht unbedingt zur Altersvorsorge. Wer wirklich für das Alter und seinen Ruhestand vorsorgen möchte, ist deshalb immer mehr gefragt, sich zu überlegen, wo und wie er sein Geld richtig anlegen kann, damit er davon auch noch etwas hat im Rentenalter. Besonders im Trend liegen derzeit wieder Immobilien, die von vielen Bundesbürgern als die sicherste Form der Geldanlage für das Alter angesehen wird. Die derzeit immer noch vergleichsweise niedrigen Zinsen für Baufinanzierungen sprechen zusätzlich dafür, sich zu überlegen, ob nicht der Bau eines Hauses oder der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses vielleicht die beste Anlage für die Zukunft wäre. Dabei sollte jedoch immer auch bedacht werden, dass ein gutes Eigenkapitalpolster wichtig ist, um auch „gefahrlos“ durch die Rückzahlungsphase des Baukredits zu kommen.

Eine Antwort zu “Garantiezins der Lebensversicherung dank Leitzinssenkung vor dem Aus?”

  1. Pictonkiwi sagt:

    Vor der Immobilie als Altersvorsorge hat gerade erst das DIA gewarnt: http://bit.ly/1eUGcHN
    . Die Begründung: Es gibt keine Garantien für eine stabile Entwicklung, da Gebiete schnell an Wert gewinnen oder verlieren könnten. Selbst innerhalb der gleichen Stadt könnten sich Wertverläufe gegensätzlich entwickeln. Die Immobilie als Assetklasse ist also eher spekulativ einzuordnen. Die Rendite der Lebensversicherung ist zwar niedrig. Aber es ist eine positive, sichere Rendite. Zusätzlich bietet die Lebensversicherung Versicherungsschutz, ist also kein reines Sparprodukt. Zudem können Lebensversicherungen auch auf dem Zweitmarkt gehandelt werden, sind also verhältnismäßig flexibel.




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