Logo
DenizBank Festgeld Standard 468x60


Kapitalmarkt / News / Wirtschaft

Wachstum in der Euro-Zone stagniert

15. November 2013 –

Landet die Währungsunion bald wieder in einer Rezession? Dies ist die große Frage die sich stellt anhand der Zahlen, die Eurostat, das Europäische Statistikamt, gestern veröffentlicht hat. Das Wachstum in der Euro-Zone stagniert, und lag damit sogar noch unter dem sowieso schon niedrigen Plus, mit dem Experten gerechnet hatten.

Nur noch bei 0,1 Prozent lag das BIP der 17 Staaten der Euro-Zone im 3. Quartal dieses Jahres gegenüber dem 2. Quartal. Experten hatten indes immerhin mit 0,2 Prozent Wachstum gerechnet. Damit zieht sich die Euro-Zone wieder nahezu aus der Wachstumszone zurück, die sie im 2. Quartal 2013 nach sechs schwachen Quartalen endlich wieder erreicht hat. Die Rezession in der Währungsunion steht damit möglicherweise erneut vor der Tür, während die japanische Wirtschaft weiter an Fahrt gewinnt mit immerhin 0,5 Prozent BIP und die USA im gleichen Quartal sogar eine Plus von 0,7 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt erreicht haben.

Nur die Euro-Zone krankt weiter, inzwischen sind es jedoch weniger die europäischen Schuldenstaaten PIIGS, sondern die nächste große Krise der Währungsunion könnte von Frankreich aus kommen. Die nach Deutschland zweigrößte Volkswirtschaft im europäischen Währungsverbund hatte erst für einen kräftigen Schub des BIP in der Euro-Zone gesorgt und könnte nun zum Sorgenkind werden mit einem BIP-Rückgang von 0,1 Prozent.

Auch die italienische Wirtschaft gab nach, wenn auch nur noch ein wenig mit 0,1 Prozent, aber dafür bereits das neunte Quartal hintereinander, auch von Italien droht damit weiter Ungemach in der Euro-Zone. Das BIP in Spanien wuchs indes um immerhin 0,1 Prozent und Portugal schaffte sogar ein Plus von 0,2 Prozent, in Deutschland wuchs die Wirtschaft im 3. Quartal 2013 um 0,3 Prozent und lag damit erwartungsgemäß niedriger als im 2. Quartal 2013. Tief bergab ging es indes für Zypern, hier sank das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um gleich 0,8 Prozent.

Laut der EU-Kommission wird es im gesamten Jahr 2013 ein Minus von 0,4 Prozent beim BIP der Euro-Zone geben. Für das kommende Jahr wird indes ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet. Dies mag sich zwar sehr schön anhören, aber dürfte eher blauäugig als realistisch sein, dies ist zumindest unsere Ansicht. Da wird auch kaum helfen, dass der Leitzins nun nochmal gesenkt wurde auf nunmehr nur noch 0,25 Prozent und gar eine mögliche Zinssenkung auf null möglich ist. Doch solange nicht mehr Kredite nachfragt und / oder mehr Kredite vergeben werden vor allem in den schwächelnden Staaten, wird auch die Konjunktur in der Euro-Zone kaum merklich anziehen können, egal wie niedrig der Leitzins nun sein mag.

Kommentare sind geschlossen.




Copyright © 2009 – finanznachrichten.info – Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung untersagt.

Sitemap  –  Kontakt  –  Impressum

CC