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Banken / News

Verlässt EZB-Direktor Asmussen das sinkende Schiff?

16. Dezember 2013 –

Wenn wir auf das Jahr 2011 zurückblicken, erinnern wir uns in Sachen Notenbanken an eine ganz spezielle Personalie: Bundesbank-Chef Axel Weber hatte große Chancen auf den Präsidenten-Posten der Europäischen Zentralbank. Weber wurde damals hoch gehandelt als Nachfolger von Jean-Claude Trichet, der turnusmäßig von der Spitze abgelöst werden sollte. Doch der Chef der Deutschen Bundesbank verließ überraschend seine Gefilde und beendete damit zugleich auch jede Chancen auf eine Zukunft als EZB-Präsident. Den Posten nahm indes dann der Italiener Mario Draghi an, dessen Entscheidungen auch unter Experten wie auch Notenbanken äußerst umstritten sind. Und nun ändert sich erneut eine wichtige Personalie in Sachen EZB: EZB-Direktor Jörg Asmussen verlässt seinen Posten und wird stattdessen Staatssekretär unter der neuen Sozial- und Arbeitsministerin Andrea Nahles.

Damit verliert die Europäische Zentralbank einen wichtigen Mann, und es stellt sich die Frage, ob Asmussen das sinkende Schiff verlässt oder er doch nur, wie er es angibt, aus persönlichen Gründen den Posten wechselt. Nun wird sich zeigen müssen, wer jetzt Nachfolger oder gar Nachfolgerin wird von Jörg Asmussen, jemand aus Deutschland wird es wohl sein. Hoch gehandelt wird derzeit unter anderem Sabine Lautenschläger, die Vizepräsidenten der Deutschen Bundesbank, die damit endlich wieder das weibliche Geschlecht in den EZB-Rat zurückbringen würde. Derzeit sitzen 23 Mitglieder im Rat der Europäischen Zentralbank und allesamt Männer. Lautenschläger wäre damit ein wichtiges frisches Blut im Rat, und vor allem auch jemand, der genügend Erfahrung im Bereich der Bankenaufsicht mit sich bringt. Und genau hier ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte der Zukunft der EZB zu finden, wodurch Lautenschläger möglicherweise gleich noch den Vizeposten für die Europäische Bankenaufsicht ergatterten könnte, die unter dem Vorsitz der Französin Daniele Nouy aufgebaut werden soll.

Es wird damit spannend in Sachen Europäische Zentralbank im Jahr 2014. Nun wird sich zeigen müssen, ob die EZB auch grundlegende Veränderungen ertragen bzw. durchführen kann – oder ob der alte Zopf weiter bestehen bleiben. Und: ebenfalls wichtig wird natürlich sein, wie sich der Leitzins im kommenden Jahr weiter entwickeln wird. Kommt wirklich die Senkung auf null Prozent, oder dreht sich zumindest zum Jahresende hin dann endlich das Blatt und der Hauptrefinanzierungssatz steigt wird? Dies hatten Experten zumindest noch vor einigen Monaten für möglich gehalten. Ob dies jedoch wirklich so kommen wird, bleibt abzuwarten, und erscheint zudem immer unwahrscheinlicher angesichts der zwei nochmaligen Zinssenkungen des Leitzinses auf nun seit November nur noch 0,25 Prozent.

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