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Neue Regierungskoalition und Milliardenausgaben: Bundesbürger erwarten Steuererhöhungen

17. Dezember 2013 –

Die SPD warb im Vorfeld der Bundestagswahl für Steuererhöhungen, die Kanzlerin und ihre Unionsparteien lehnten indes Erhöhungen der Steuer in den nächsten Jahren ab. Doch die Kosten sind immens, die nun auf die neue Regierungskoalition zukommen, das gepackte Maßnahmenpaket verschlingt Milliarden – und ob dies wirklich ohne höhere Steuern zu finanzieren ist, daran zweifelt die Mehrheit der Bundesbürger inzwischen.

Gemäß einer aktuellen Umfrage von YouGov im Auftrag der dpa glauben 71 Prozent der Bundesbürger, dass es im Laufe der Legislaturperiode und damit im Rahmen der Großen Koalition zu Steuererhöhungen kommen werde. Dabei gibt es zwischen den Wählern der einzelnen Parteien große Unterschiede: wie die Meinungsforscher ermittelten, erwarteten von den Wählern der Unionsparteien 63 Prozent höhere Steuern, bei den Wählern der SPD waren dies sogar 79 Prozent. Nur 14 Prozent und damit nicht einmal ein Fünftel der Befragten glauben, dass es bis 2017 nicht zu Steuererhöhungen kommen wird.

Interessant ist indes dabei, dass mehr als ein Drittel der Befragten, und damit 36 Prozent, nicht glauben, dass die GroKo bis 2017 halten wird. Nur 48 Prozent glauben dies, und damit nicht einmal die Hälfte der Bundesbürger. Dabei gehen bei den Wählern der SPD 54 Prozent davon aus, dass die Große Koalition bis Ende des Jahres 2017 regieren wird, bei den Wählern der Unionsparteien sind dies sogar 63 Prozent.

Doch an was wird die neu vereinbarte Regierungskoalition scheitern? Wirklich an einem wohl kommenden Streit über Steuererhöhungen? Unter Kanzlerin Merkel sollte es keine höheren Steuern geben, so zumindest ihre eigene Aussage. Aber was wird sein, wenn die Wünsche der Unionsparteien und der SPD nicht mehr ohne höhere Steuern finanzierbar sein werden? Wird man sich dann noch an seine einstmals gegebenen Versprechen halten oder eher mit dem Konrad Adenauer einst zugeschriebenen Zitat zu sagen: “Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern”?

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