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News / Wirtschaft

EU-Rat ernennt Danièle Nouy zur SSM-Vorsitzenden

17. Dezember 2013 –

Der Vorschlag des Rats der Europäischen Zentralbank war vom EU-Parlament bereits angenommen worden, nun hat der EU-Rat Danièle Nouy zur Vorsitzenden der Europäischen Bankenaufsicht ernannt, die zum 4. November 2014 die Verantwortung für die Aufsicht der Banken Europas übernehmen soll. Nouy wird ihr Amt zum 1. Januar 2014 antreten.

Zuvor war Danièle Nouy Generalsekretärin der französischen Banken-und Versicherungsaufsicht, der Autorité de contrôle prudentiel et de résolution, zudem hatte sie vor diesem Amt die Aufgabe als Generalsekretärin des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht inne.

Nouy hat damit die besten Voraussetzungen als SSM-Vorsitzende zu bieten, wie auch EZB-Präsident Mario Draghi in der heutigen Pressemitteilung der Europäischen Zentralbank deutlich machte: „Die EZB ist derzeit mit der Errichtung des einheitlichen Aufsichtsmechanismus für Banken im Euroraum befasst, und die Ernennung der Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums stellt in diesem Zusammenhang einen bedeutenden Meilenstein dar. Frau Nouy verfügt über fast 40 Jahre Erfahrung in der Bankenaufsicht. Ihre Ernennung wird es dem Aufsichtsgremium ermöglichen, seine Arbeit in Kürze aufzunehmen und alle erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, damit wir am 4. November 2014 die Verantwortung für die Aufsicht übernehmen können.“

Als Vizepräsidentin ist derzeit Sabine Lautenschläger im Gespräch, die dem scheidenden Jörg Asmussen in das Amt des EZB-Direktors folgen könnte. Damit wäre der Weg für Lautenschläger auch ziemlich frei in das Amt der Vizevorsitzenden der kommenden Europäischen Bankenaufsicht SSM.

Bevor die Bankenaufsicht im November des kommenden Jahres ihre Tätigkeit richtig beginnen kann, wird es jedoch erst einmal richtig ernst für die Banken in Europa. Ein Stresstest, dessen Ergebnisse im Oktober 2014 veröffentlicht werden soll, und damit kurz vor dem richtigen Start des SSM, soll wichtige Banken gründlich durchleuchten. Anders als vorherige Banken-Stresstests, die mitunter als zu lapidar und wenig aussagekräftig kritisiert wurden, soll diesmal ein einheitlicher europäischer Stresstest her, der in allen Staaten den gleichen Richtlinien folgen soll. Bislang waren die Regelungen für die Banken-Stresstests je nach Land sehr unterschiedlich gewesen – und hatten damit auch keine wirklich miteinander vergleichbaren Ergebnisse gebracht. Bei diesem großanlegten Stresstest werden auch 24 deutsche Banken unter die Lupe genommen werden, darunter die Großbanken Deutsche Bank, Commerzbank und auch die Landesbanken, sowie auch die VW Bank.

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