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Industrieproduktion in der Euro-Zone gestiegen

14. Januar 2014 –

Wie Eurostat heute mitteilte, ist die Industrieproduktion in der Euro-Zone im November des vergangenen Jahres gestiegen. Gegenüber Oktober 2013 stieg die Industrieproduktion im Euroraum den Schätzungen nach um 1,8 Prozent. Innerhalb der EU28-Staaten stieg die Produktion in der Industrie auch, jedoch mit einem Plus von 1,5 Prozent weniger stark als in den Staaten der Euro-Zone.

Noch im Oktober hatte es einen Rückgang der Industrieproduktion in der Euro-Zone um 0,8 Prozent und in der EU28 um 0,5 Prozent gegeben. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, November 2012, stieg die Industrieproduktion im November 2013 sogar um 3,0 Prozent und dies sowohl in den Euroländern wie auch in den EU28-Staaten.

Die veröffentlichten Zahlen spielen natürlich den Kritikern der Europäischen Zentralbank in die Hand, die den Ausstieg aus der Niedrigzinsphase und den sonstigen Maßnahmen der Europäischen Notenbank fordern. Die Rezession in der Euro-Zone wurde bereits vor Wochen für beendet erklärt. Nun kommt auch noch die Industrieproduktion im europäischen Währungsraum endlich wieder ins Rollen. Es wird damit die Frage zu stellen sein, wie lange die EZB ihre bisherige Gangart noch beibehalten will bzw. kann.

Denn: irgendwann werden die getroffenen Maßnahmen kontraproduktiv sein, davon ist bereits jetzt auszugehen. Und dies wird dann nicht nur mittelfristig die Euro-Zone treffen, sondern möglicherweise auch langfristige Folgen haben. Die niedrigen Zinsen für Spareinlagen wie Tagesgeld und Festgeld, der wohl im kommenden Jahr weiter sinkende Garantiezins für die Lebensversicherung und die Altersvorsorgeprodukte Riester Rente und Basisrente (Rürup Rente) wird vor allem in Deutschland viele Bürger davon abhalten, Geld beiseite zu legen. Natürlich profitiert im Moment die Binnenwirtschaft von einer hohen Konsumneigung, aber die gesunkene Sparneigung macht deutlich, dass immer mehr Menschen ihr Geld lieber ausgeben, anstatt es für schlechte Zeiten und vor allem auch für das Alter zurück zu legen. Der Schuss wird aber irgendwann nach hinten losgehen, dies ist bereits jetzt kaum von der Hand zu weisen.

Keine richtige Altersvorsorge bedeutet zugleich, dass die Bürger, die nicht für ihr Rentenalter und / oder für den Krankheitsfall vorsorgen, irgendwann dem Staat auf der Tasche liegen werden. Den Verbrauchern selbst die Schuld dafür zuzuweisen, wäre jedoch zu einfach, denn allzu deutlich dürfte sein, dass bei einem Großteil der Bürger hierzulande die niedrigen Zinsen die Lust am Sparen und damit auch die Lust auf die Vorsorge genommen haben. Erst eine Zinswende durch die Europäische Zentralbank und daraufhin wieder langsam ansteigende Sparzinsen werden hierbei das Blatt änder. Im Moment sieht es indes eher düster aus. So lange der Leitzins so niedrig ist wie derzeit, oder sogar noch weiter sinken wird, werden die deutschen Sparer kaum die verstärkte Notwendigkeit einer finanziellen Vorsorge sehen.

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