Logo
DenizBank Festgeld Standard 468x60


Handel / News / Wirtschaft

BIP im Jahresdurchschnitt 2013 um 0,4 Prozent gewachsen

15. Januar 2014 –

Wie die ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ergaben, ist das deutsche BIP im Jahresdurchschnitt 2013 um 0,4 Prozent gewachsen. Damit ist die Wirtschaft hierzulande weiter auf Wachstumskurs, wenn auch deutlich weniger als noch 2011 (3,3 Prozent) und weniger als 2012 (0,7 Prozent).

Das nur moderate Wachstum zeigt, dass Deutschland konjunkturell von den Problemen der anderen Länder der Euro-Zone und der EU betroffen ist. Nur allein auf die Binnenwirtschaft kann ein Wirtschaftswachstum nicht gestellt werden, dies wird immer offensichtlicher. Wird diese nachlassen, und die Außenwirtschaft nicht weiter anziehen, dürfte auch Deutschland bald Probleme bekommen.

Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, sagte heute im Rahmen der Veröffentlichung der Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt 2013: „Offensichtlich wurde die deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren.“

Konsum als Indikator des deutschen Konjunkturwachstums

Treiber und Wachstumsmotor der deutschen Konjunktur war im vergangenen Jahr der Konsum. Die Konsumausgaben privater Haushalte stiegen in 2013 um 0,9 Prozent, die Konsumausgaben des Staates sogar um 1,1 Prozent. Einen Rückgang gab es indes bei den Investitionen. Hier investierten innerhalb Deutschland Unternehmen sowie Staat gleich 2,2 Prozent weniger als noch 2012 in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge. Bei den preisbereinigten Bauinvestitionen gab es einen mit 0,3 Prozent deutlich niedrigeren Rückgang.

Der Außenbeitrag machte in 2013 mit einem negativen Beitrag dafür alles andere als ein gutes Bild. Mit – 0,3 Prozent lag die Differenz zwischen Exporten und Importen im negativen Bereich, was darin begründet liegt, dass zwar die Ausfuhren von Waren und Dienst­leistungen um 0,6 Prozent anstiegen, es aber auch zu einem Anstieg bei den Einfuhren von 1,3 Prozent kam.

Für Deutschland wird es nun wichtig sein, dass der Außenhandel wieder anzieht. Dies ist nur dann möglich, wenn die Länder in der Euro-Zone, in denen die Rezession noch grassiert, ihre Schuldenprobleme in den Griff bekommen. Ob und wann dies jedoch der Fall sein, dies steht wohl derzeit noch in den Sternen. Selbst die Europäische Zentralbank mit ihren verschiedenen (und allesamt umstrittenen!) Maßnahmen hat es bislang nicht geschafft, eine wirkliche Veränderung der Lage zu bewirken. Zwar werden die Probleme in manchem Land weniger, siehe Spanien, nehmen dafür aber in anderen Ländern umso mehr zu, siehe Italien. Ein Ende der Krise ist damit wohl weiter nicht wirklich in Sicht in der Währungsunion. Und dies wird sich auch weiter auf Deutschland abfärben und das Wachstum bremsen, weil die Schere zwischen Binnenwirtschaft und Außenwirtschaft weit auseinandergeht.

Bruttoinlandsprodukt: preisbereinigt, verkettet – Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

– 0,4

1,2

0,7

3,7

3,3

1,1

– 5,1

4

3,3

0,7

0,4

Bruttoinlandsprodukt: preis-, kalenderbereinigt, verkettet – Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in Prozent

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

– 0,4

0,7

0,8

3,9

3,4

0,8

– 5,1

3,8

3,4

0,9

0,5

Bruttoinlandsprodukt, Bruttonationaleinkommen und Volkseinkommen

2010

2011

2012

2013

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

In jeweiligen Preisen

Private Konsumausgaben

3,1

4,4

2,4

2,5

Konsumausgaben des Staates

2,5

2,5

3

3,9

Bruttoanlageinvestitionen

6,5

8,8

– 0,6

0,2

darunter:
Ausrüstungsinvestitionen

10,2

6,2

– 3,4

– 2,2

Bauinvestitionen

4,5

11,1

1,1

1,5

I n l ä n d i s c h e   V e r w e n d u n g

4,3

5,1

1,4

2,4

Exporte

17,9

11,2

4,5

0,1

Importe

17,6

13,1

3,1

– 0,6

B r u t t o i n l a n d s p r o d u k t   (BIP)

5,1

4,6

2,2

2,6

Bruttonationaleinkommen

4,8

4,7

2,3

2,5

Volkseinkommen

6

4,7

2,1

2,8

Arbeitnehmerentgelt

3

4,4

3,9

2,9

Unternehmens- und Vermögenseinkommen

12,4

5,3

– 1,4

2,8

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte

3

3,8

2,3

2,1

Preisbereinigt, verkettet

Private Konsumausgaben

1

2,3

0,8

0,9

Konsumausgaben des Staates

1,3

1

1

1,1

Bruttoanlageinvestitionen

5,7

6,9

– 2,1

– 0,8

darunter:
Ausrüstungsinvestitionen

10

5,8

– 4,0

– 2,2

Bauinvestitionen

3,2

7,8

– 1,4

– 0,3

I n l ä n d i s c h e   V e r w e n d u n g

2,4

2,8

– 0,3

0,7

Exporte

15,2

8

3,2

0,6

Importe

12,5

7,4

1,4

1,3

B r u t t o i n l a n d s p r o d u k t   (BIP)

4

3,3

0,7

0,4

Nachrichtlich:
BIP je Erwerbstätigen

3,5

1,9

– 0,4

– 0,2

BIP je Erwerbstätigenstunde

1,8

1,8

0,5

0,2

Bruttowertschöpfung insgesamt

4,4

3,3

0,8

0,4

darunter:
Produzierendes Gewerbe ohne Bau

16,5

5,5

– 0,4

– 0,0

Baugewerbe

8,7

4,6

– 2,4

– 1,2

Wachstumsbeiträge zum preisbereinigten BIP in Prozentpunkten

Private Konsumausgaben

0,6

1,3

0,4

0,5

Konsumausgaben des Staates

0,3

0,2

0,2

0,2

Bruttoanlageinvestitionen

1

1,2

– 0,4

– 0,1

darunter:
Ausrüstungsinvestitionen

0,7

0,4

– 0,3

– 0,1

Bauinvestitionen

0,3

0,7

– 0,1

0

Vorratsveränderungen und Ähnliches

0,4

– 0,1

– 0,5

0

Inländische Verwendung

2,3

2,6

– 0,3

0,7

Außenbeitrag

1,7

0,7

0,9

– 0,3

 

Quelle Tabellen: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Kommentare sind geschlossen.




Copyright © 2009 – finanznachrichten.info – Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung untersagt.

Sitemap  –  Kontakt  –  Impressum

CC