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Prokon kämpft um das Vertrauen der Anleger

17. Januar 2014 –

Prokon will die drohende (und möglicherweise längst unausweichliche) Insolvenz verhindern und kämpft um das Vertrauen der Anleger, die Genussrechte des Unternehmens erworben hatten, und die nun entweder ihre Genussrechte gekündigt oder dies zumindest angekündigt haben.

Auf der eigenen Internetseite hat Prokon einen Aufruf an genau diese Anleger gestartet, der sehr in Richtung Emotionen geht, wie wir zumindest finden. Doch wird dies die Lage des Windparkfinanzierers und –betreibers wirklich verbessern und das Unternehmen wirklich vor einer Pleite bewahren können? Dies ist die Frage, denn nicht erst seit gestern steht Prokon unter Beschuss.

Interessant bei dem Aufruf ist vor allem eines: er wurde erst veröffentlicht, am 16. Januar um 18.27 Uhr, nachdem der Verbraucherzentrale Bundesverband am gleichen Tag und damit gestern, mittags eine Pressemitteilung veröffentlichte, in der der vzbv bekanntgab, beim Landgericht Itzehoe eine einstweilige Verfügung gegen Prokon eingereicht zu haben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband in seiner Mitteilung dazu: „Dem Unternehmen soll untersagt werden, auf Genussrechtsinhaber durch ein Schreiben in unangemessener Weise Druck auszuüben. Mit dem Schreiben werden die Inhaber von Prokon-Genussrechten nach Einschätzung des vzbv in rechtlich fragwürdiger Weise aufgefordert, nicht zu kündigen. Stattdessen sollen sie bereits erklärte Kündigungen widerrufen, Genussrechte sogar erhöhen oder bei bestehenden Verträgen Einschränkungen bei der Kündigung in Kauf nehmen.“

Prokon indes schreibt dazu in seiner Erklärung: „Wir bitten Sie ausdrücklich um Entschuldigung, wenn Sie sich durch unser Schreiben vom 10.01.2014 angegriffen oder gar bedroht gefühlt haben sollten. Wir möchten Sie auch darum bitten, sich die Zeit zum Lesen dieses Briefes zu nehmen, auch wenn Sie eine Kündigung Ihrer Genussrechte bereits angekündigt oder ausgeführt haben.“

Die Frage ist nur, inwieweit sich der Schaden wieder gutmachen lassen wird, den sich das Unternehmen selbst durch den besagten Brief zugefügt hat. Nun wird sich zeigen müssen, ob eine Planinsolvenz noch möglich ist, indem einige der Anleger die Kündigung ihrer Genussrechte zurücknehmen, oder ob Prokon nun mit fliegenden Fahnen in die Pleite rutschen wird. Als Stichtag nannte Prokon in dem Brief an die Anleger den 20. Januar dieses Jahres, es wird sich wohl damit spätestens ab Dienstag kommender Woche zeigen, in welche Richtung die Reise nun gehen wird für das Unternehmen, dass mit hohen Zinsen für seine Genussrechte geworben hat – und dies in einer Zeit, in der Niedrigzinsen an der Tagesordnung sind…

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