Logo
DenizBank Festgeld Standard 468x60


Banken / Geldanlage / News

Inflationsrate kontra Sparzinsen – Was bleibt unter dem Strich in 2014 übrig?

17. Februar 2014 –

Die Inflationsrate in Deutschland pendelt sich ein. Nach 1,3 Prozent im November 2013 und 1,4 Prozent im Dezember des vergangenen Jahres lag die Inflationsrate im Januar dieses Jahres wieder bei 1,3 Prozent. Damit ist deutlich: die vom Statistischen Bundesamt erhobenen Verbraucherpreise bleiben vorerst unter der Marke von 2,0 Prozent – doch was bleibt dabei für Sparer übrig in 2014?

Die Zinsen für Spareinlagen sind in den vergangenen Jahren rapide gesunken. Je nach Anbieter liegen die Tagesgeldzinsen und die Zinsen für Festgeldkonten und Sparpläne auf einem unterschiedlich hohen bzw. niedrigen Niveau. Für Sparer ist es deshalb heute möglicherweise mehr denn je erforderlich, genau zu rechnen und sich beim Geld anlegen nicht nur auf seine Hausbank zu verlassen.

Tagesgeldzinsen bei den Spitzenanbietern knapp über der Inflationsrate

Bei den Zinsen für Tagesgeldkonten bietet sich derzeit ein recht klares Bild, was die Spitzenanbieter betrifft. Nur noch drei Banken bieten Zinsen über der Marke von 1,30 Prozent p.a. ABER, und dies bedeutet wirklich ein großes Aber: nicht jedes dieser Angebote ist auch so gut, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Die VTB Direktbank und die ING-DiBa bieten beide ihre Tagesgeldkonten aktuell mit einem Zinssatz von 1,50 Prozent p.a. an. Dies ist natürlich eine sehr attraktive Verzinsung und dazu auch noch gleich 20 Basispunkte über der Inflationsrate vom Januar dieses Jahres. Beide Anbieter haben jedoch einen kleinen, aber sehr wichtigen Haken in ihrem Angebot für Neukunden: der Zinssatz gilt nicht auf ein komplettes Jahr, sondern nur für einige Monate. Bei der VTB Direktbank sind dies immerhin sechs Monate, bei der ING-DiBa sogar nur vier Monate. Danach rutscht bei beiden Banken der Zinssatz auf das Bestandskunden-Niveau und liegt damit deutlich niedriger.

Dies bedeutet: werden dann der Neukundenzinssatz und die Verzinsung für Bestandskunden zusammengerechnet, ergibt sich ein anderes Bild, und dies ist dann doch eine Ecke weniger schön als der strahlende Zinssatz von 1,50 Prozent p.a., mit dem beide Banken derzeit werben.

Anders sieht es indes aus bei Cortal Consors. Diese Direktbank bietet zwar nur einen Neukundenzinssatz von derzeit 1,40 Prozent p.a. an, dafür ist dieser auf zwölf Monate garantiert – und damit gleich ein volles Jahr. Hier ist ein Inflationsausgleich plus kleiner Rendite immerhin für einige Monate möglich, sollte sich der Verbraucherpreisindex wirklich auf dem gegenwärtigen Niveau einpendeln. Dabei sollte jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass ein Freistellungsauftrag gestellt wird bzw. wurde für das Cortal Consors Tagesgeldkonto, damit auch wirklich der volle Zinsertrag in die eigene Tasche gewirtschaftet werden kann.

Festgeldkonten mit unterschiedlichem Zinsniveau

Derzeit geht die Schere beim Festgeld noch deutlich weiter auseinander, als es schon beim Tagesgeld der Fall ist. Hier liegen zwischen den Anbietern mit den niedrigsten Zinsen und den höchsten in einigen Laufzeiten inzwischen Welten. Vor allem die Fibank zäumt im Festgeldvergleich das Feld deutlich auf und bietet Zinsen, von denen Sparer in den letzten Monaten nur träumen konnten.

Und so bietet die Fibank in der Laufzeit von 12 Monaten für das Festgeldkonto fabelhafte 2,90 Prozent p.a. Damit liegt die bulgarische Bank deutlich über den Zinsangeboten der anderen Spitzenanbieter in diesem Anlagezeitraum. Doch selbst die VTB Direktbank und die Crédit Agricole bieten mit ihrer Verzinsung von 1,75 Prozent p.a. und Klarna mit derzeit 1,70 Prozent p.a. immer noch eine schöne Rendite über der Inflationsrate an.

Wie werden sich die Verbraucherpreise entwickeln?

Angesichts der Verwerfungen der letzten Jahre dürfte es schwer sein, eine wirklich treffende Prognose hinsichtlich der Entwicklung der Verbraucherpreise zu treffen. Sollte sich das gegenwärtige Niveau in 2014 jedoch weiter halten könnten, dürften Sparer immerhin langsam wieder aufatmen können. Zwar erhalten sie nicht immer auch wirklich einen Inflationsausgleich für ihre Ersparnisse, aber die Kluft zwischen Sparzinsen und Inflationsrate wird damit dann nicht noch größer.

Wie sich indes die Sparzinsen in diesem Jahr weiter entwickeln werden, wird wohl in der Hauptsache davon abhängen, wie sich der Leitzins weiter entwickeln wird. Wird die Europäische Zentralbank diesen doch noch weiter senken, auf 0,10 Prozent oder gar auf 0,00 Prozent, dürften weitere Zinssenkungen bei Tagesgeldkonten wie auch bei Festgeldern an der Tagesordnung stehen. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass es nicht soweit kommt, sondern dass der EZB zumindest im kommenden Jahr endlich wieder die Zinswende gelingt, die viele Experten schon auf Ende dieses Jahres vermutet hatten – aus der jedoch wohl nicht wirklich etwas werden dürfte.

Kommentare sind geschlossen.




Copyright © 2009 – finanznachrichten.info – Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung untersagt.

Sitemap  –  Kontakt  –  Impressum

CC