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Schwächt sich die deutsche Konjunktur ab?

29. April 2014 –

Kommt es zu einer Abkühlung der Konjunktur unseres Landes? Der neue Monatsbericht der Bundesbank verweist in diese Richtung, das Wachstum in Deutschland dürfte sich spürbar abschwächen, und dies nach einem starken 1. Quartal 2014.

„Spürbar ermäßigen“ dürfte sich das Wachstum im 2. Quartal dieses Jahres, wie die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht schreibt. So habe der in diesem Jahr milde Winter in den ersten drei Monaten das Wachstum angetrieben, dafür drücke genau dieser Effekt der milden Witterung das Wachstum im Frühjahr.

Lebhafte Wohnungsbaunachfrage

Dennoch bietet der Monatsbericht der Bundesbank, der gestern veröffentlicht wurde, keinen Stoff für Pessimisten. Die Wohnungsbaunachfrage wird laut der deutschen Notenbank „lebhaft“ bleiben und auch das Konsumklima ist „außerordentlich günstig“. Dies bedeutet: in Sachen deutsche Konjunktur wird es wieder bergauf gehen, auch aufgrund der Binnenwirtschaft.

Der Wohnungsbau wird dabei wohl auch weiter von den günstigen Zinsen für Baukredite profitieren. Ein wirklich starker Anstieg der Bauzinsen ist derzeit eher nicht in Sicht, auch wenn die Zinsangebote der Banken und Baufinanzierer natürlich variieren und damit unterschiedlich hoch sein können.

Zuwachs von 0,6 Prozent im 1. Quartal 2014?

Noch hat die Bundesbank keine konkreten Zahlen genannt für das 1. Quartal dieses Jahres, laut „Reuters“ gehen Experten jedoch davon aus, dass das BIP im 1. Quartal 2014 um 0,6 Prozent gewachsen ist. Noch in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres, im 4. Quartal 2013, hatte das Wachstum bei nur 0,4 Prozent gelegen.

Vor allem die Bauwirtschaft hat dabei in den ersten drei Monaten dieses Jahres von der milden Witterung profitieren können, doch nicht nur hier zeigen die Zeichen eines guten Wachstumsrate, sondern auch die „verstärkt steigenden Importen“ wie auch in der „merklich zunehmenden Beschäftigung“, so die Bundesbank.

Konsumklima bleibt stabil

Neben den Zahlen aus dem Monatsbericht der Bundesbank liegen nun auch die soeben veröffentlichen Zahlen aus der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland für April 2014 vor. Diese stimmen durchaus positiv, bleibt das Konsumklima doch stabil.

Nach 8,5 Punkten im April dieses Jahres wird der Gesamtindikator Konsumklima auch im Mai auf 8,5 Zählern liegen, so die Marktforscher der GfK. Dabei steigt die Einkommenserwartung auf ein neues Rekordhoch, dafür muss die Anschaffungsneigung „ihre deutlichen Zuwächse aus dem Vormonat wieder“ abgeben. Ebenfalls Einbußen muss die Konjunkturerwartung hinnehmen.

Einkommenserwartung mit neuem Rekordhoch

Nie war die Einkommenserwartung seit der Wiedervereinigung so hoch wie im April dieses Jahres. Diese legte „wieder spürbar zu“, so die Nürnberger Marktforscher und dies mit einem Plus von 6,7 Punkten, wodurch ein neuer Rekordwert von 52,3 Punkten erreicht werden konnte. Das GfK schreibt dazu: „Seit dem Jahre 1991, als zum ersten Mal für das wiedervereinigte Deutschland die Stimmung erhoben wurde, wurde kein besserer Wert gemessen.“

Die Gründe hierfür sind schnell benannt: die Beschäftigungslage ist „überaus stabil“ und die Beschäftigten gehen laut der Marktforscher „davon aus, dass in diesem Jahr recht ansehnliche tarifliche Einkommenszuwächse zu erwarten sind.“ Bereits jetzt zeigt sich aufgrund der ersten Abschlüsse hinsichtlich der Tarife eine realistische Erwartung von drei Prozent oder sogar noch ein wenig mehr.

Anschaffungsneigung fällt nach Rekordhoch – Sparneigung steigt leicht an

Anders als die Einkommenserwartung fälltt die Anschaffungsneigung im April dieses Jahres ab und das deutlich unter das Rekordhoch vom März. Mit einem Minus von 6,9 Punkten verliert die Anschaffungsneigung sogar mehr, als sie an Zählern im März 2014 dazu gewonnen hatte, dort hatte das Plus 6,6 Punkte betragen.

Dafür steigt die Sparneigung in Deutschland wieder an, wenn auch nur „auf sehr niedrigem Niveau“, wie die Marktforscher von GfK heute dazu schreiben. Zu erklären ist dieser laut GfK „vermutlich mit der gestiegenen Verunsicherung einiger Konsumenten“ aufgrund der Verschlimmerung der Lage in der Ukraine und der Krim-Krise.

Statistik: GfK-Konsumklima-Index von Mai 2013 bis April 2014 und Prognose für Mai 2014 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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