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Deutsche Exporte mit neuem Rekord

09. Dezember 2014 –

Der Oktober 2014 brachte für die deutsche Exportwirtschaft einen neuen Auslieferungsrekord mit sich. Dies bestätigte das Statistische Bundesamt heute mit Veröffentlichung der Zahlen zur Außenwirtschaft des genannten Monats.

Gegenüber Oktober 2013 stiegen die Exporte in diesem Oktober um 4,9 Prozent. Bei den Einfuhren kam es im gleichen Zeitraum zu einem Anstieg von 0,9 Prozent.

Rekordmarke vom September kassiert

Im September dieses Jahres wurde ein neuer Ausfuhrrekord erreicht mit einem Umsatz von 102,5 Milliarden Euro. Diese Rekordmarke wurde im Folgemonat Oktober gleich wieder eingestellt. Die Ausfuhren aus Deutschland konnten erneut einen neuen Rekord aufstellen. Damit überstieg der Umsatz der deutschen Ausfuhren bereits zum dritten Mal im Jahr 2014 die Marke von 100 Milliarden Euro.

Starker Anstieg der Ausfuhren

Mit der neuen Rekordmarke der Exporte im Oktober 2014 mit Waren im Wert von 103,9 Milliarden Euro und dem Anstieg gegenüber Oktober 2013 um 4,9 Prozent zeigt sich die deutsche Exportwirtschaft trotz der geopolitischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der wirtschaftlichen Probleme in der Euro-Zone wieder von seiner sonnigen Seite. Der Trend einer starken Außenwirtschaft scheint im Moment ungebremst zu sein, ob er anhalten wird, werden die nächsten Monate zeigen müssen.

Einfuhren mit deutlich niedrigerem Anstieg

Eingeführt wurden im Oktober 2014 Waren im Wert von 81,9 Milliarden Euro. Gegenüber Oktober des vergangenen Jahres bedeutet dies einen Anstieg um 0,9 Prozent. Damit sind die Importe im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich weniger anstiegen, als es bei den Exporten der Fall war.

Rückgang von Exporten und Importen gegenüber September

Während die Ausfuhren im Oktober 2014 gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich anstiegen, kam es im Monatsvergleich zu einem Rückgang. Kalender- und saisonbereinigt sanken die Exporte gegenüber September dieses Jahres um 0,5 Prozent. Bei den Importen kam es sogar zu einem Rückgang von 3,1 Prozent.

Außenhandelsbilanz über 20 Milliarden Euro

Mit einem Überschuss von 21,9 Milliarden Euro schloss die Außenhandelsbilanz im Oktober dieses Jahres ab. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz bei 20,6 Milliarden Euro. Im Oktober des vergangenen Jahres hatte der Saldo nur auf 17,8 Milliarden Euro gelegen, was für Oktober 2014 einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet.

Leistungsbilanz mit deutlichem Überschuss

Einen noch deutlicheren Überschuss brachte die Leistungsbilanz im Oktober 2014 mit sich. Der Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel brachte ein Plus von 24,2 Milliarden Euro, während die Dienstleistungen um 5,5 Milliarden Euro zurückgingen.

  • Das Primäreinkommen stieg hingegen um 6,9 Milliarden Euro an,
  • das Sekundäreinkommen sank um 2,4 Milliarden Euro ein.

Den vorläufigen Berechnungen der Bundesbank nach schloss die Leistungsbilanz mit einem Überschuss von 23,1 Milliarden Euro ab. Im Oktober des vergangenen Jahres lag der Aktivsaldo der deutschen Leistungsbilanz noch auf nur 17,0 Milliarden Euro und damit deutlich unter 20 Milliarden Euro.

Länder der EU importieren gerne Waren aus Deutschland

Der deutsche Exportmotor läuft wieder. Dies zeigt sich bei den Exporten in die anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Im Oktober dieses Jahres wurden in die EU-Länder Waren im Wert von 59,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 54,0 Milliarden Euro importiert. Damit stiegen die Ausfuhren in diese Staaten gegenüber Oktober 2013 um 3,9 Prozent an. Die Importe stiegen im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent.

Euro-Staaten mit Anstieg im Vorjahresvergleich

Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat stiegen die Exporte im Oktober 2014 in die Länder der Euro-Zone um 1,9 Prozent an. Bei den Importen aus diesen Ländern kam es im Jahresvergleich zu einem Anstieg von 0,2 Prozent. Insgesamt wurden in die Länder der Währungsunion Waren im Wert von 37,5 Milliarden Euro ausgeführt. Eingeführt wurden Waren im Wert von 36,7 Milliarden Euro. Damit halten sich Ex- und Importe bei dieser Ländergruppe fast die Waage.

Nicht-Euro Länder mit starkem Zuwachs

Da nicht nur Euro-Länder Mitgliedstaaten in der Europäischen Union sind, werden die Zahlen im Außenhandel mit den Nicht-Euro Staaten extra aufgeführt. Im Oktober 2014 kam es bei den Exporten in diese Länder zu einem deutlichen Anstieg. Ausgeführt wurden Waren im Wert von 22,2 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von 7,6 Prozent bedeutet. Eingeführt wurden Waren im Wert von 17,3 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von 3,6 Prozent bedeutet gegenüber dem Oktober des vergangenen Jahres.

Grenzüberschreitende Transaktionen (in Milliarden Euro)

Gegenstand der Nachweisung Oktober Januar bis Oktober September Oktober Januar bis Oktober
2014 2013
Außenhandel
1  Ausfuhr insgesamt 103,9 950 102,5 99 916,7
2  Einfuhr insgesamt 81,9 769 80,4 81,2 753,2
Außenhandelsbilanz (1-2) 21,9 181 22,1 17,8 163,5
Salden der Leistungsbilanz* 
3  Warenhandel** 24,2 194,6 23,9 19,3 175,8
4  Dienstleistungen – 5,5 – 39,6 – 4,8 – 6,1 – 46,9
5  Primäreinkommen 6,9 50,1 7 6,4 52,8
6  Sekundäreinkommen – 2,4 – 32,1 – 2,5 – 2,6 – 34,8
Leistungsbilanz (3+4+5+6) 23,1 172,9 23,7 17 146,9

* Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank.
** Einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel.

Starker Anstieg bei Exporten in Drittländer

Ebenfalls einen deutlichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat gab es im Oktober dieses Jahres bei den Ausfuhren in Drittländer. Als Drittländer werden in diesem Fall all die Länder bezeichnet, die nicht zur Europäischen Union gehören. In diese Staaten wurden im Oktober 2014 Waren im Wert von 44,2 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro aus diesen Ländern eingeführt. Damit stiegen die Exporte in Drittländer gegenüber Oktober 2013 um 6,3 Prozent an. Die Importe legten hingegen mit 0,2 Prozent nur moderat zu.

Ländergruppen

Gegenstand der Nachweisung Oktober 2014 Januar bis Oktober 2014 Veränderung gegenüber
Oktober 2013 Januar bis Oktober 2013
Milliarden Euro %
Ausfuhr insgesamt 103,9 950 4,9 3,6
darunter:
EU-Länder 59,7 550,3 3,9 5
Eurozone 37,5 347,1 1,9 2,5
Nicht Eurozone 22,2 203,2 7,6 9,8
Drittländer 44,2 399,7 6,3 1,7
Einfuhr insgesamt 81,9 769 0,9 2,1
darunter:
EU-Länder 54 502,1 1,2 3,7
Eurozone 36,7 344,9 0,2 2,5
Nicht Eurozone 17,3 157,2 3,6 6,6
Drittländer 28 266,9 0,2 – 0,8

Anmerkung: Ergebnisse nach dem EU-Konzept (nach Versendungsland)

Bringt Weihnachtsgeschäft weitere Rekordmarke für den Außenhandel?

Exporte sind wichtig für die deutsche Wirtschaft und ein Wachstumsmotor für unser Land. Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen machen deshalb Hoffnung, dass Deutschland erneut an einer Krise und damit an einer Rezession vorbei schlittern wird.

Weitere Impulse für den deutschen Außenhandel könnten aus dem derzeit laufenden Weihnachtsgeschäft kommen. Die Zahlen für November und Dezember werden zeigen müssen, wie die Vorweihnachtszeit das Geschäft mit den Ausfuhren wirklich antreiben konnte und kann und ob es möglicherweise noch einen oder gar zwei weitere Ausfuhrrekorde geben wird in diesem Jahr.

Da die Konsumfreude in Deutschland weiter groß ist, und positive Impulse aus dem Außenhandel kommen, könnte die Konjunktur weiter boomen oder zumindest stabil bleiben. Die Wirtschaftsprognosen für die kommenden Monate und Jahre versprechen nichts Gutes. Vielleicht aber wird die deutsche Wirtschaft den Prognosen wieder ein Schnippchen schlagen wie es bereits vor einigen Jahren der Fall war. Als die Konjunkturprognosen das Unheil auf Deutschland zukommen sahen und die Finanzkrise unser Land dennoch nicht in die Knie zwang, sondern es wirtschaftlich statt bergab sogar bergauf ging.

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