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Eine neue Steuer für Europa? – EU angeblich mit Planungen beschäftigt

09. August 2010 – admin

Europa, das bedeutete zwar immer auch Einheit, dennoch auch die Freiheit von Steuern, die von der Europäischen Union direkt eingezogen werden. Bislang lebt die EU von den Geldern, die ihr die Mitgliedsländer und – Staaten überweisen. Doch weil die Kassen klamm sind und ganz Europa ächzt unter den Folgen der Finanzkrise und der darauf folgenden Konjunkturprobleme, will die EU nun vielleicht auch bald direkt Geld einstreichen. Kommt eine Steuer für Europa?

Die Wogen schlagen heute auch aufgrund der Nachricht, die heute aus Brüssel, dem Sitz der Europäischen Union, herüber schwappte in die Weltöffentlichkeit. Die EU ist angeblich mit Planungen beschäftigt, die eine Europa-Steuer betreffen, und damit Geld bringen würde für die leeren Kassen.

Wie diese Europa-Steuer ausstehen könnte? Ein Teil davon könnte aus der Luftverkehrsabgabe kommen, ein anderer Teil aus der Finanztransaktionssteuer, für die sich Deutschland und Frankreich in der EU stark machen. Bereits im September will der Haushaltskommissar der Europäischen Union, Janusz Lewandowski, den einzelnen EU-Mitgliedern entsprechende Vorschläge dazu unterbreiten.

Doch die Finanztransaktionssteuer und die Luftverkehrsabgabe könnten erst der Anfang sein. Wenn die EU irgendwann Blut geleckt hat an den Einnahmen durch die Europa-Steuer, könnte diese durchaus erweitert werden. Dies könnte dann auch Abgaben betreffen, welche die Bürger direkt zu leisten hätten, und was noch mehr den Geldbeutel des kleinen Mannes angreifen könnte als es bislang schon der Fall ist durch die Erhöhung der Gebühren in den Kommunen.

Eine Rückkehr zur DM, wie sie so mancher fordert, wäre jedoch auch nicht das Gelbe vom Ei. Mit einem Alleingang in einem sonst nahezu gänzlich vereinten Europa würde es Deutschland schwerer haben in der Zukunft. Deshalb werden auch bei uns ein stabiler Euro und eine starke Gemeinschaft durch die anderen Staaten benötigt. Europa bedeutet schließlich nicht nur Griechenland und andere Länder, die mit hohen Staatsschulden zu kämpfen, sondern auch aufstrebende Länder wie zum Beispiel Estland, das eines Tages an so manchem westeuropäischen Land vorbeiziehen könnten in Sachen Konjunkturwachstum. Und dann sind wir es, die dankbar sind für die Gelder, die aus solchen Staaten in die Europäische Gemeinschaft einfließen.

Ob tatsächlich eine Europa-Steuer kommen wird? Dies wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Ob die Vorschläge von Lewandowski angenommen und umgesetzt werden, auch. Schließlich sollte gerade die Finanztransaktionssteuer in den Haushalt der einzelnen Staaten und nicht in die Europäische Union einfließen. Es bleibt also wieder einmal spannend in Europa.

Auf jeden Fall abzusehen ist die Erhöhung des Leitzinssatzes für die Euro-Zone. In einer der nächsten Ratssitzungen der Europäischen Zentralbank, die einmal im Monat stattfinden, könnte diese verkündet werden. Experten gehen davon aus, dass diese Erhöhung spätestens im Herbst dieses Jahres kommt. Dann können sich die Sparer in Europa auch wieder freuen – die Zinsen für Tagesgeldanlagen und Festgeldkonten werden dann wieder steigen, und damit mehr Zinserträge im Geldbeutel der Sparer bleiben, als es seit der Finanzkrise der Fall war und ist.

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