Es sind heiße Zeiten in Sachen Finanzen, wenn man sich so umschaut. Neben der Schließung der noa bank, welche die Gemüter sehr erhitzt, und die Sparer sehr verängstigt (wir hatten bereits hier darüber berichtet), bewegt sich nun etwas in Bezug auf den immer noch sehr umstrittenen Euro-Rettungsschirm.
Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ mittlerweile berichtete, haben sich 24 mittelständische Unternehmen aus dem Verband „Die Familienunternehmer“ der Verfassungsbeschwerde des Berliner Finanz- und Rechtswissenschaftlers Markus C. Kerber gegen den Rettungsschirm für die Euro Zone angeschlossen.
Der Grund der Verfassungsbeschwerde ist deutlich: Es wurde der Vertrag von Maastricht und der darin enthaltene Stabilitätspakt gebrochen, was auch Verbandspräsident Patrick Adenauer der FAZ gegenüber deutlich machte: „Der Bruch des Vertrags von Maastricht muss wieder geheilt werden.“
Die Kernfrage ist und bleibt jedoch vor allem eine: Ist die Stabilität des Euro durch den Rettungsschirm tatsächlich mehr gefährdet also ohne die finanziellen Nothilfen für Länder der Euro Zone, die am Rande einer Staatspleite stehen?
Auch wenn der Euro inzwischen doch einiges an Wert wiedergewonnen hat, so ist er immer noch starken Schwankungen unterworfen und hat heute auch wieder die Marke von 1,28 US Dollar unterschritten.
Ob dies eine Folge der Ausweitung der Verfassungsklage ist, kann nicht gesagt werden – dennoch ist die Unsicherheit groß unter den Anlegern. Schon das Nein des slowakischen Parlaments zu den Notkrediten für Griechenland war deutlich.
Die Euro Zone bleibt damit weiter in der Krise, und ist wohl auch weiter in sich zerrissen. Derweil wächst in Griechenland die Arbeitslosigkeit dramatisch an, Unternehmen müssen schließen und ein Ende der Lage ist nicht in Sicht. Die Finanzkrise ist noch lange nicht vorüber…

