Der US-Präsident schwang schon vor seinem Amtsantritt große Reden, wie den sein Land und die Wirtschaft der USA zu retten sein. Heute, mehr als eine Billion US Dollar an Konjunkturhilfen später steht das Land immer noch vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch.
Nun kommt der nächste Plan aus dem Hause des Präsidenten: Die Abschaffung von Steuern, die auf Kapitalgewinne gezahlt werden müssen. Doch wird dies wirklich das bewirken, was es bewirken soll?
Die Abschaffung einer Kapitalsteuer kann zwar etwas bringen, auf der anderen Seite jedoch fehlen dadurch erhebliche Steuereinnahmen wie sie bei uns etwa durch die seit 2009 geltende Abgeltungssteuer erzielt werden, zu welcher Anleger unter http://www.investmentsparen.net/abgeltungssteuer.html ausführliche Informationen finden.
Und die Steuern sind es schließlich, welche die finanziellen Löcher stopfen sollen, die durch die Konjunkturhilfen in den USA entstanden sind.
Inzwischen wirken die Maßnahmen, die in der ehemals führenden Wirtschaftsmacht eingesetzt werden, nur noch als reine Flickschusterei.
Ein Loch wird geschlossen durch das Öffnen eines anderen Lochs. Das Fehlen von Steuergeldern durch die Abschaffung der Kapitalsteuer würde das Land auf Jahre hin belasten – was jedoch nicht gesehen wird bei der Tendenz der US-Amerikaner, nur auf den Augenblick zu sehen, nicht aber die Auswirkungen von Entscheidungen auf die Volkswirtschaft auch Jahre und Jahrzehnte später mit einzubeziehen in Planungen und die Einführung von Gesetzen.
Noch im Jahr 2008, mitten in seinem Wahlkampf, wollte Obama die Kapitalertragssteuer nicht abschaffen, sondern sie gar erhöhen, auf 28 Prozent. Doch wie sagte schon der gute Adenauer: Was stört mich mein Gerede von gestern…
Doch der amtierende US-Präsident kam mittlerweile auch noch auf eine andere Idee. Die Vergabe von Krediten an mittelständische Unternehmen soll vereinfacht werden. Zwei Jahre nach dem Erdbeben auf den Finanzmärkten, das durch die Pleite der US-Großbank Lehman Brothers ausgelöst wurde, kommt hier langsam die Idee, wie nachhaltig etwas für die Wirtschaft des eigenen Landes getan werden könnte.
Während in Deutschland der Wirtschaftsfonds längst brummt und der Motor der Konjunktur längst wieder angeworfen wurde, dämmern Barack Obama und seine Wirtschaftsberater immer noch in einem Winterschlaf. Wie lange dies die USA vor einer noch schlimmeren Rezession bewahrt, bleibt abzuwarten. Aber es ist längst eine Minute vor Zwölf, will Amerika auch morgen noch eine Rolle spielen in der globalen Wirtschaft.

