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Recht

Eine miese Straftat: Telefonterror

22. August 2012 –

Übelste Beleidigungen, sexuelle Diffamierungen, Drohungen – all diese Dinge werden von unbekannten Anrufern provoziert. Dabei wird Telefonterror heute noch immer häufig als Kavaliersdelikt belächelt. Trotzdem schweigen viele aus Angst, sie nehmen die feige psychische Gewalt aus Angst vor körperlicher Gewalt einfach hin. Beschimpfungen aus dem Fäkalbereich sind danach gerade harmlos. Manche Telefonterroristen machen aus ihren Opfern, auch wenn diese sich sofort hilfesuchend an Polizei, Telekom, Ärzte oder Psychologen wenden, in kurzer Zeit psychische Wracks. Das andauernde Klingeln des Telefons gehört ebenso zu den gängigen Terrormethoden wie Gewalt- oder gar Morddrohungen.

Wie kann man sich aber dagegen schützen? Diese Frage ist nicht nur für die Opfer wichtig. Anrufbeantworter mit Mithörmöglichkeit sind nicht mehr teuer, des Weiteren kann bei der Telekom eine neue oder eine geheime Nummer beantragt werden. Auch eine Streichung des Eintrags im Telefonbuch und bei der Auskunft ist möglich. Beim Ermitteln des Täters hilft eine Fangschaltung. Diese allerdings kostet Geld, je nach Anzahl der Tage. In begründeten Fällen kann auch der Anschluss eines Verdächtigen zu denselben Gebühren überwacht werden.

Auf dem Markt befinden sich aber auch Geräte, in das der Besitzer einen aus 4 Ziffern bestehenden Code einspeist. Wenn das Gerät eingeschaltet ist, muss jeder Anrufer diesen Code eingeben – und erst nach richtiger Eingabe läutet das Telefon. Wird der Täter ermittelt, können von diesem Schadensersatz und Schmerzensgeld bereits im Strafprozess gefordert werden. Man muss also nicht erst das Urteil eines Strafrichters abwarten, um danach einen Zivilprozess anzustrengen. Doch dazu muss man den Telefonterroristen erst einmal haben.

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