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Versicherung

Finanztest und die seltsamen Methoden mancher Autoversicherungen

21. Januar 2010 –

Die Frage ist: Wie gehen Autoversicherungen mit ihren Kunden um in Sachen Verkaufsstrategie. Die Antwort: Manchmal mit sehr fragwürdigen Methoden.

Dies berichtet zumindest die Zeitschrift „Finanztest“ in ihrer morgen erscheinenden Februarausgabe. Und fördert dabei nahezu Unglaubliches zu Tage. Die AdmiralDirekt, die im vergangenen Jahr noch von der Stiftung Warentest in zwei Tarifen mit „weit besser als der Durchschnitt“ bewertet wurde beim Kfz-Versicherungsvergleich, jubelt ihren Kunden ungefragt einen Schutzbrief unter.

Eine „interne Dienstanweisung“, die „Finanztest“ vorliegen soll, gibt Aufschluss darüber, dass den Internetkunden der AdmiralDirekt ungefragt Schutzbriefe untergejubelt wurden. Diese Dreistigkeit des Versicherers scheint Methode zu haben. Denn, und das berichtet „Finanztest“ in einer heute herausgegebenen Pressemitteilung: „Das Management von AdmiralDirekt begründete seine Anweisung Schwarz auf Weiß: Es ging davon aus, dass sich die meisten Kunden nicht über den ungefragten Schutzbrief beschweren würden – sei es aus Unkenntnis oder Trägheit.“

Sollten die Kunden sich dennoch beschweren, sollten die Mitarbeiter dies auf einen technischen Fehler schieben und sich bei dem mit dem Schutzbrief nicht einverstandenen  Kunden entschuldigen.  Nach einer Anfrage von „Finanztest“ soll die AdmiralDirekt diese Praxis des zusätzlichen Verkaufs von Schutzbriefen nun wohl eingestellt haben.

Aber auch andere Autoversicherungen spielen gerne ein Spiel mit ihren Kunden, wenn man den Worten der renommierten Stiftung Warentest Glauben schenkt. Voreinstellungen bei den Interneteinträgen, die manche Versicherung einfach vorgenommen hat, und die vom Kunden schnell übersehen werden können, führen dann gleich zu einem teureren Tarif, da zum Beispiel eine Fahrerunfallversicherung oder ein Tarif mit Werkstattbindung schon vorab mit angegeben sind.

„Finanztest“ rät, bei Streitigkeiten dieser Art und Weise entweder einen Versicherungsombudsmann einzuschalten oder die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die BaFin, zu informieren.

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