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Versicherung

Garantiezins bei Lebensversicherungen sinkt auf 1,75 Prozent

23. Februar 2011 –

Ab Januar kommenden Jahres sieht es schlecht aus um neue Lebensversicherungen, die kapitalbildend sind. Der Garantiezins, der sowieso mittlerweile auf nur noch 2,25 Prozent gesunken war, wird dann auf 1,75 Prozent fallen.

Schuld an der noch mehr sinkenden Verzinsung ist laut Bundesfinanzministerium die “andauernde Niedrigzinsphase”. Doch der Leitzins ist nicht der einzige Grund für die Absenkung des Garantiezinses. Im Zuge der Finanzkrise haben die Versicherungen ihren Aktienbestand abgestoßen und die Anlagen in andere Investitionen gesteckt. Diese sind zwar risikoärmer, dafür jedoch auch deutlich renditeschwächer. Die neuerliche Senkung des Garantiezinses damit auch resultiert aus den geänderten Anlagestrategien der Versicherungsunternehmen, welche den neu ausgebrochenen kleinen Aktienboom verschlafen haben – und damit auch auf eine deutliche Rendite verzichten mussten und müssen.

Die Verzinsung einer kapitalbildenden Lebensversicherung besteht zwar aus mehr als nur dem Garantiezins, sondern aus dem gesetzlich vorgegebenen Garantiezins, der nicht festgeschriebenen Überschussbeteiligung, die von der Versicherung selbst dann festgesetzt wird und die sich Jahr um Jahr ändern kann und dem Schlussüberschuss, der dann noch ein gutes Bonbon sein könnte – wenn die Versicherungen ihre eigenen Anlagestrategien irgendwann wieder ändern.

Es ist jedoch der Garantiezins, der bei einer Lebensversicherung wichtig ist, ebenso wie die garantierte Rente bei einem Riester Renten Vertrag. Alles andere ist eine Kann-Leistung der Versicherung, jedoch keine Soll-Leistung. Deshalb ist dieser für kapitalbildende Lebensversicherungen auch gesetzlich festgelegt, damit die Lebensversicherer nicht mit illusorischen Zinsen werben können, die sie später, im Laufe der Vertragslaufzeit, gar nicht mehr bieten können.

Die Absenkung des Garantiezinses für Kapitallebensversicherung trifft die Branche damit hart. Der GDV, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, hatte sich lediglich für eine Senkung auf 2,00 eingestellt.  “Wir hatten uns für eine moderate Anpassung des Höchstrechnungszinses auf 2,0 Prozent ausgesprochen.”, kam deshalb auch als Reaktion auf die Bekanntgabe der massiven Zinssenkung.

“Aufgrund des deutlichen Zins- und Inflationsanstiegs in jüngster Zeit sowie einer möglichen weiteren Zinsnormalisierung dank der positiven Konjunktur hätte das vollkommen ausgereicht. An der Attraktivität der Lebensversicherung wird sich aber auch durch die jetzt beschlossene Absenkung des Höchstrechnungszinses nichts ändern”, ließ der GDV dennoch verlauten.

Fakt ist aber: Kapitalbildende Lebensversicherungen werden damit noch uninteressanter, als sie es bislang schon waren. Die hohen Kosten für diese Versicherung und der mittlerweise mehrfach gesenkte Garantiezins sprechen keine gute Sprache für diese Art von Kapitalbildung und Lebensversicherung in einem. Eine Bündelung aus Risikolebensversicherung und einer anderen Anlageart wie mehrjährigem Festgeld sind vielleicht dann die bessere Wahl, um nicht zu viel zu bezahlen für etwas, das immer weniger wert ist unter dem Strich.

Bevor jetzt aber Verbraucher ihre Lebensversicherung kündigen sollten sie überlegen ob eine Beleihung oder gar ein Verkauf nicht sinnvoller wären. Zu beiden Themen finden Sie Anbietervergleiche und ausführliche Ratgeber auf folgenden Seiten:

http://www.lebensversicherung-verkaufen.net/

http://www.lebensversicherung-verkaufen.net/lebensversicherung-beleihen/

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