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Versicherung

Bald noch höhere Zusatzbeiträge bei der DAK?

25. März 2011 –

Die DAK war eine der ersten Krankenkassen, welche die Zusatzbeiträge eingeführt haben. Gebracht hat es der Krankenversicherung jedoch wenig, ganz im Gegenteil. Es kam aufgrund der zusätzlichen Beiträge zu einem Mitgliederschwund, und zahlreiche verbliebene Mitglieder boykottierten die Zahlung der Zusatzbeiträge. Nun sieht es danach aus, ob der DAK nur noch zwei Möglichkeiten bleiben: Stellenabbau oder noch höhere Zusatzbeiträge.

Wie die „Financial Times Deutschland“ heute berichtet, hat die DAK nun das Bundesversicherungsamt auf der Pelle. Das als Versicherungsaufsicht fungierende BVA hat die DAK nun aufgefordert, einen Abbau von Stellen vorzunehmen – und falls das nichts hilft gegen die finanziellen Probleme der Krankenkasse, auch gleich noch den Zusatzbeitrag zu erhöhen. Eine Insolvenz sei für die DAK jedoch bislang (noch?) nicht in Sicht.

Für die DAK bedeutet dies einen massiven Einschnitt. Während andere großen Krankenkassen wie beispielsweise die Barmer GEK auch weiterhin auf die Erhebung von Zusatzbeiträgen verzichten, steht die DAK nun mit dem Rücken an der Wand. Zu hohe Kosten, die Versicherten laufen davon und Personal muss abgebaut werden.

Für die Mitglieder der DAK ist dies natürlich auch eine schwierige Zeit. Höhere Zusatzbeiträge bedeuten mehr Geld für die Krankenversicherung. Aber ein Stellenabbau könnte zudem auch eine Einschränkung des Service bedeuten, was bei Gesetzlichen Krankenkassen seit der Gesundheitsreform sowieso immer wieder auch ein sehr empfindliches wie auch schwieriges Thema ist.

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt rät dazu, bei der Erhebung oder Erhöhung von Zusatzbeiträgen das Sonderkündigungsrecht für Krankenversicherungen in Anspruch zu nehmen, rät aber auch zu einem Leistungsvergleich der Gesetzlichen Krankenkassen, bevor zu einer anderen Krankenkasse gewechselt wird.

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