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Versicherung

Lebensversicherung vor dem Aus? Die Zukunft der Kapitallebensversicherung

05. Mai 2011 –

Es gibt neue Kapitalvorschriften für die Versicherer, und diese sorgen für heftige Kritik aus der Branche. Es wird von einigen bereits das Aus der Lebensversicherung als Altersvorsorge prognostiziert, doch wird es dazu wirklich kommen?

Allianz-Chef Michael Diekmann  sagte im Rahmen der Allianz-Hauptversammlung: “Wenn wir jetzt wegen übertriebener Vorsicht unnötig zusätzliches Kapital bereitstellen müssen, dann schadet das allen.”. Doch ist es nicht vielmehr so, dass die Versicherer einen ziemlich guten Reibach machen konnten durch die hohen Kosten und Provisionen für kapitalbildende Lebensversicherungen?

Während die Banken mit einer höheren Eigenkapitalquote klarkommen müssen, stellen sich die Versicherer quer, und sehen nun schon das Ende der Kapitallebensversicherung kommen. Dabei liegt es kaum am Produkt selbst, dass die Branche in diesem Bereich krankt, der Verdienst ist immer noch hoch genug dabei. Das Problem liegt mehr darin begründet, dass die Versicherungen im Zuge der Finanzkrise ihre Aktienanlagen abgestoßen haben, und in der Hauptsache nur noch auf festverzinsliche Anlagen gesetzt haben. Diese bringen jedoch bei weitem nicht die Rendite, die bei einer guten Aktienauswahl möglich ist.

Schaden tut dies jedoch vordergründig nicht der Versicherung, sondern den Lebensversicherten selbst, die im Bereich der Kapitallebensversicherung immer niedrigere Zinsen bekommen. Da lohnt sich da kaum mehr die Steuerfreiheit der kapitalbildenden Lebensversicherung – die steuerfrei ist, wenn sie mindestens 12 Jahre läuft, das zusammen zu sparende Kapital mindestens 50 Prozent der Todesfallsumme beträgt und die Auszahlung des Kapitals vor Ablauf des vollendeten 60. Lebensjahres erfolgt.

Genau dies macht aber den Sinn dieser Art von Altersvorsorge aus. Im Zuge der Einführung der Riester Rente wurde die Steuerfreiheit der Kapitallebensversicherung sehr beschnitten. Nun fallen seit Jahren auch immer mehr die Garantiezinsen. Eine Anlage in eine kapitalbildende Lebensversicherung lohnt sich deshalb kaum mehr.

Das Aus der Lebensversicherung liegt jedoch nicht begründet in den geänderten Kapitalvorschriften, sondern ist, wie oben schon geschrieben, ein eher hausgemachtes Problem. Zu hohe Kosten, zu niedrige Zinsen – das rechnet sich eben nicht wirklich für Menschen, die wenig Geld zusammensparen können, aber auf das Ersparte setzen müssen nach Ablauf der Vertragslaufzeit.

Unser Tipp ist deshalb auch eindeutig: Statt Kapitallebensversicherung besser auf eine Risikolebensversicherung oder eine private Rentenversicherung setzen, den Rest des monatlich zu sparenden Betrags dann auf die Riester Rente setzen oder das Geld auf einer Bank  mit guten Tagesgeld-Konditionen anlegen. Wenn man hier richtig vorgeht, hat man unter dem Strich deutlich mehr von seinem wenigen Geld!

Eine Antwort zu “Lebensversicherung vor dem Aus? Die Zukunft der Kapitallebensversicherung”

  1. Glaubt man Branchenexperten, so scheint das Aus der kapitalbildenden Lebensversicherung wirklich bereits als besiegelt. Die Kombination einer Risiko-LV zur Absicherung mit einem Tagesgeldkonto für den Sparvorgang ist bedeutend rentabler.

    Doch bei der Empfehlung der Riester-Rente sollte man vorsichtig sein. Letztendlich ist es so, dass nur recht wenige der Riester-Sparer einen wirklichen finanziellen Mehrwert von dieser Sparform erleben werden. Denn einzelne Rechenbeispiele zeigen, dass Sparer mitunter erst nach ihrem 90. Lebensjahr mehr Geld ausgezahlt bekommen, als sie jahrelang eingezahlt haben. Natürlich wünschen wir uns alle ein langes, glückliches Leben – doch mal ehrlich: wie realistisch ist es, dass alle Riester-Sparer deutlich älter als 90 Jahre werden und so einen Totalüberschuss erzielen?




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