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Versicherung

Bei der City-BKK gehen die Lichter aus

20. Juni 2011 –

Es handelt sich um die erste Schließung einer gesetzlichen Krankenkasse seit der Einführung des Gesundheitsfonds: Zum 01. Juli stellt die City-BKK ihren ordentlichen Geschäftsbetrieb ein.

Was war der Auslöser?

Bereits vor der Einführung des Gesundheitsfonds hatte die City-BKK finanzielle Schwierigkeiten: Eine ungünstige Altersstruktur der Mitglieder mit einem hohen Anteil an Mitgliedern, die umfangreiche Leistungen in Anspruch genommen haben. Wie derwesten.de berichtet, gab es auf der Einnahmenseite dagegen nur wenige Einzahler, die allerdings nach und nach zu anderen Krankenkassen abwanderten.

Die City-BKK musste von den anderen Betriebskrankenkassen gestützt werden. Dies verursachte hohe Schulden, die ebenfalls den finanziellen Spielraum immer mehr einengten. Als vor einem Jahr die Gerüchte die Runde machten, dass die City-BKK schließen muss, haben zahlreiche Mitglieder der Krankenkasse den Rücken gekehrt. Dies beschleunigte den finanziellen Untergang der Krankenkasse – denn damit waren die Einnahmen regelrecht eingebrochen.

Inwiefern hier auch diverse Medien die Schuld trifft, ist offen und wird nicht weiterverfolgt. Allerdings zeigt dieses Beispiel deutlich, dass Panik und Ängste, die durch Medien gesät werden, zwar der Wahrheit dienen, aber die Situation oft nur verschlimmern und somit eine Sanierung unmöglich machen. So hat auch das Sanierungskonzept der City-BKK nicht die Wende herbeiführen können.

Folgen der City-BKK-Pleite

Die staatliche Aufsicht in Form des Bundesversicherungsamtes hat die Leistungsfähigkeit der BKK als nicht gesichert beurteilt. Die Schließung steht fest, wobei eine geordnete Abwicklung zwecks Forderungsbefriedigung der Gläubiger vorgesehen ist. Dies bedeutet, dass offene Rechnungen der Ärzte und der Apotheker geprüft und bezahlt werden. Für den Versichertenschutz der Mitglieder gilt, dass dieser ungefährdet ist und in vollem Umfang fortbesteht.

Die Mitglieder können sich ohne Probleme einer neuen gesetzlichen Krankenkasse ihrer Wahl anschließen. Die Mitglieder der City-BKK müssen unabhängig von ihrem Alter oder Krankheit von den anderen Krankenkassen aufgenommen werden. Eine Aufnahmeverweigerung ist somit untersagt. Anfänglich haben sich einige Krankenkassen geweigert, die ehemaligen Mitglieder der City-BKK zu versichern.

Wie der Wechsel der Krankenkasse im Detail von sich geht, wird auf http://www.pkv-vergleich.net/gesetzliche-krankenkasse/krankenkasse-wechseln/ beschrieben.

Fazit

Auch der neue Gesundheitsfond konnte an der Situation der BKK nichts ändern. Laut politikexpress.de bleibt die Situation auf dem Gesundheitsmarkt angespannt. Die gravierenden demographischen Probleme in Deutschland werden höchstwahrscheinlich zu weiteren Problemen im Gesundheitswesen führen. Die bisherigen Reformen inkl. der Gesundheitsreform 2011 wirken nur verzögernd und beseitigen das Problem nicht an der Wurzel, wobei die geeigneten Maßnahmen bereits ausgeschöpft wurden. Das Problem des Gesundheitswesens ist gleichzeitig das Problem des Arbeitsmarktes, des Schuld-und Ausbildungswesens und ist auf den demographischen Wandel der deutschen Gesellschaft zurückzuführen.

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