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Versicherung

Schuldenkrise führt zu Renditeeinbrüchen bei Lebensversicherungen

13. August 2011 –

Für viele scheint die Schuldenkrise immer noch weit weg zu sein. Solange das eigene Geld noch etwas wert ist und man genug damit kaufen kann, ist die Krise anderer europäischer Staaten immer noch weit weg. Dabei betrifft uns Griechenlands Lage auch, und das mehr, als manche denken. Denn: die Schuldenkrise führt zu Renditeeinbrüchen bei Lebensversicherungen.

Die Zinsen, die Versicherungen bezahlen, damit man sein Geld bei ihnen anlegt, kommen nicht einfach so zustande. Sie sind eine Folge der Anlagen, welche die Versicherungsunternehmen wiederum tätigen, mit einem Teil des Geldes ihrer Kunden. Doch nicht immer sind diese Anlagen gerade glücklich, wie sich jetzt im Falle Griechenlands zeigt.

Versicherungskonzerne, die neben anderen Anlagen auch griechische Staatsanleihen halten, müssen derzeit Abschreibungen vornehmen. Wie zum Beispiel die Allianz, die gleich 103 Millionen Euro an Verlust abschreiben musste, welche ihr die Staatsanleihen des hoch verschuldeten Landes eingebracht hatte. Diese risikobehaftete Anlagepolitik der Versicherungen könnten bald zu einem (weiteren) Schrumpfen der Zinsen für Lebensversicherungen führen – die Anlageart Kapitallebensversicherung wird damit immer unrentabler.

Noch sind die Zinsen einigermaßen passabel, aber auch bei der Allianz sind sie nur bis Ende dieses Jahres garantiert auf 4,3 Prozent. Ab kommendem Jahr könnten deshalb die Zinsen für kapitalbildende Lebensversicherungen erneut zurückgehen – und bei anderen Versicherungsunternehmen sieht die Lage nicht wirklich anders aus.

Nach wie vor ist deshalb die sinnvollere Alternative, monatlich einen festen Betrag auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto anzulegen, und zusätzlich eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Zusammen genommen fährt man mit diesem Modell langfristig oft besser, da Kapitallebensversicherung ja mit dem Gedanken der Auszahlung der angesparten Summe im Überlebensfall und nicht rein nur für den Todesfallschutz abgeschlossen wird.

Was man aber letztlich macht, hängt wieder von den persönlichen Bedürfnissen ab. Es wird jedoch immer deutlicher, dass sich eine Lebensversicherung kapitalbildender Art kaum mehr für Sparer lohnt, auch nicht trotz der Steuerfreiheit, die gewährt wird, wenn bestimmte Kriterien im Versicherungsvertrag erfüllt sind (siehe dazu auch den Ratgeber "Abgeltungssteuer bei Lebensversicherungen" des Fachportals investmentsparen.net).

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