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Versicherung

Private Krankenversicherung – der Dauerbrenner

08. September 2011 –

Dass es Unterschiede in der Behandlung zwischen den gesetzlich Versicherten und Privatpatienten gibt, ist längst keine Überraschung mehr. Doch wie gravierend die Unterschiede sind, kam bei einer interessanten Studie der AOK Rheinland/Hamburg heraus. So wurde festgestellt, dass die gesetzlich Versicherten fast das Dreifache an Wartezeiten für einen Termin gegenüber einem Privatpatienten aufbringen müssen. Bei lebensbedrohlichen Krankheiten kann es zu spät sein. Es ist daher mehr als verständlich, warum Private Krankenversicherungen so begehrt sind.

Das Thema Gesundheit wird ausgenutzt

Viele Anbieter der privaten Krankenversicherungen haben die Angst der Menschen erkannt und bieten billige Policen an. Bei vielen ist immer noch das Geld entscheidend – und so häufen sich die Anzeigen, die einen Krankversicherungsschutz bereits ab 50 Euro pro Monat versprechen.

Der Umstieg kommt nur für diejenigen Arbeitnehmer in Frage, die ein Bruttoeinkommen von derzeit mehr als 4.125 Euro pro Monat aufweisen können. Sie zahlen bereits in der gesetzlichen Versicherung fast 600 Euro pro Monat ein. Eine private Krankenkasse, die 600 Euro pro Jahr für bessere oder zumindest vergleichbare Leistungen  verlangt, kann es einfach nicht geben. Es sind bereits einfache Rechenbeispiele, die zeigen, dass die Lockangebote nicht ernsthaft gemeint sein können. Die Patienten werden angelockt und dann abgezockt. Die Lockangebote entpuppen sich später als Abzocke.

Versprechen und Wirklichkeit

Die abgegebenen Versprechen der PKV erweisen sich oft als heiße Luft. Online-pkv.de berichtete über derartige "blumige Versprechungen" einer privaten Krankenversicherung. Der Versicherte sollte deshalb nicht blind  in die Falle laufen. Ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen und ein PKV-Vergleich lohnen sich auf jeden Fall.

So wird beispielsweise von einigen Versicherungen pauschal Zahnersatz als Leistungsmerkmal zugesagt. Es wird aber nicht erwähnt, dass gemäß Tarifbeschreibung die Kosten auf einen gewissen Betrag eingeschränkt sind oder nur eine bestimmte Anzahl an Zähnen ersetzt werden kann.

Solche Scheinversprechen gibt es auch beim Thema Rückerstattung der gezahlten Beiträge bei Nichtinanspruchnahme der Versicherungsleistungen. Private Krankenversicherungen versuchen alle erdenklichen Tricks, um die Rückerstattung zu verweigern.

Bei psychischen Erkrankungen und entsprechenden Therapien wimmelt es in den Versicherungsbedingungen von zahlreichen Einschränkungen, die ein Versicherter eigentlich gar nicht überblicken kann. So bleibt die Psychotherapie zwar als Leistungsmerkmal in der Tarifbeschreibung stehen: Allerdings entsprechen die Leistungen häufig nicht einmal dem Niveau einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Auch die privaten Krankenversicherungen spüren den Kostendruck. Sie können hier allerdings deutlich flexibler als die gesetzlichen Krankenkassen reagieren und erhöhen die Beiträge unabhängig von gesetzlichen Vorgaben, denen gesetzliche Krankenkassen unterstehen. Der Wechsel in die private Krankenversicherung sollte demnach gut überlegt sein.

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