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Versicherung

Riester-Rente kann als Mogelpackung interpretiert werden

05. Dezember 2011 –

Der Erfolg der Riester-Rente flacht bereits seit etlichen Jahren erheblich ab. Schon zu Beginn  und Einführung der Riester-Rente im Jahre 2001 war das Produkt nicht auf Anhieb der Verkaufsschlager. Die komplizierten Regeln stellten eine Herausforderung dar. Doch die Finanzberater konnten die wesentlichen Verkaufsargumente in wenigen Sätzen fassen: Staatliche Zulagen, die steuerliche Absetzbarkeit und ein garantierter Kapitalerhalt konnten schließlich doch noch viele Sparer überzeugen. Während der Finanzkrise boomte das Produkt, da gerade der Kapitalerhalt ein überzeugendes Argument war. In den letzten Jahren flachte die Nachfrage jedoch dann deutlich ab.

Nachteile der Riester-Rente

Der Grund für die abnehmende Nachfrage nach Riester ist unter anderem die Tatsache, dass bei der Auszahlung die Riester-Rente voll zu versteuern ist – wobei auch die erwirtschafteten Erträge voll versteuert werden. Die steuerlichen Vorteile und die Zulagen, die während der Ansparphase vom Staat gewährt werden, werden bei der Auszahlung quasi zurückgefordert. Entscheidend ist aber oft die persönliche Situation. Es kann keine generelle Maxime aufgestellt werden, dass Riester-Rente grundsätzlich für jeden geeignet oder ungeeignet ist.

Der Clou ist jedoch auch die Tatsache, dass Hartz-IV oder sonstige soziale Bezüge mit der Riester-Rente verrechnet werden. Für sozial Schwache stellt die Riester-Rente somit kein zusätzliches Einkommen im Alter dar. Im Gegenteil – für sie kann die Riester-Rente sogar von Nachteil sein. Während der Einsparphase ist der steuerliche Vorteil aufgrund der geringen Einkünfte unwesentlich, da die Steuerbelastung nicht hoch ist. Das dringend benötigte Geld  wird in einen Vertrag einbezahlt, auf den bei Bedarf nicht ohne Zulagenverlust zurückgegriffen werden kann.

Riester-Rente: Nur ausgewählte Anlageprodukte

Die Finanzprodukte, die förderungsfähig sind, müssen entsprechend zertifiziert sein. Die meisten Riester-Sparer haben sich für eine Riester-Rentenversicherung entschieden. Hier lag die garantierte Verzinsung bei 2,25% für die Verträge, die bis zum 01.01.2012 geschlossen wurden. Wie ansahl.com berichtet wird ab dem 01.01.2012 der Garantiezins auf 1,75% abgesenkt.

Die mögliche Überschussbeteiligung ist nicht garantiert. Die Höhe der Überschussbeteiligung wird jedes Jahr neu festgelegt. Um eine vernünftige Rendite für die lange Ansparzeit zu erzielen, muss der Sparer bei einer misslungenen Performance der Rentenversicherung über 90 Jahre alt werden, um die schlechte Performance auszugleichen. Wenn noch die hohen Verwaltungskosten der Versicherungsgesellschaften berücksichtigt werden, die dazu führen, dass in den ersten Jahren so gut wie kein Rückkaufswert gebildet wird, entpuppt sich dieses Finanzprodukt als eine Geldvernichtungsmaschine.

Ein Riester-Banksparplan garantiert eine Rendite und verursacht keine Kosten. Leider ist dieses Produkt nicht sehr verbreitet und wird aufgrund der fehlenden Vermittlungsprovision kaum angeboten.
Riester-Fondssparen ist für risikobereite Anleger zwar empfehlenswert, doch es stellt sich die Frage, ob in Sachen Altersvorsorge überhaupt Risiken eingegangen werden müssen. Zwar sind mit Risiken auch Chancen verbunden – doch im schlimmsten Fall wird nur das einbezahlte Kapital verrentet, falls die Kursentwicklung negativ war.

Sowohl in der steuerlichen Behandlung während der Auszahlphase als auch bei der Rendite stellt sich die Frage, ob die Riester-Rente wirklich sinnvoll ist. Für Geringverdiener entpuppt sich die Riester-Rente oft als eine Mogelpackung. Für den Staat bedeutet die Riester-Rente eine Entlastung der Sozialkassen. Für die Finanzwirtschaft bedeutet die Riester-Rente oft eine üppige Ertragsquelle. Ein kostenloses Angebot zur Riester-Rente können Sie nachfolgend anfordern (Versicherungsvermittlung erfolgt über die Finanzen.de AG):

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