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Versicherung

Keine Beitragssenkung bei den Gesetzlichen Krankenkassen trotz Milliardenüberschuss

21. Dezember 2011 –

In 2011 haben die Gesetzlichen Krankenkassen einen Milliardenüberschuss erreicht. Während sich die Kassen gerne klamm gaben, wurde der Gesundheitsfonds fleißig gefüllt, und es kam bei vielen Versicherten die Frage auf, ob die Krankenkassen durch Beitragssenkungen davon etwas an ihre Mitglieder zurückgeben werden. Doch das laufende Jahr endet mit keiner guten Botschaft für gesetzlich Versicherte. Die Krankenversicherungsbeiträge bleiben auch 2012 auf dem gleichen Niveau. Nur in Sachen Zusatzbeiträge gibt es wohl Entwarnung.

Im aktuellen Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung schreiben die Gesundheitsökonomen Nicolas R. Ziebarth, Hendrik Schmitz und Peter Eibich, dass sie davon ausgehen, dass im kommenden Jahr nicht mehr als sechs Krankenkassen Zusatzbeiträge berechnen werden. Förderlich für den Wettbewerb unter den Krankenkassen scheint dies jedoch nicht zu sein. Die Erhebung von Zusatzbeiträgen hat zu einem regen Wechsel geführt, viele haben ihrer bisherigen Gesetzlichen Krankenkasse den Rücken gekehrt und sind zu einer Kasse gegangen, die keinen Zusatzbeitrag berechnet.

Seit der Einführung des Zusatzbeitrags haben etwa zehn Prozent der Gesetzlich Krankenversicherten den Wechsel von einer Krankenkasse mit Zusatzbeitrag zu einer Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag vollzogen. Dies hat zum Sterben der City BKK im Sommer dieses Jahres geführt, und zur Fusion der ehemals so großen DAK mit der BKK Gesundheit zur DAK Gesundheit, die es ab Januar geben wird. Die neue Kasse will dann im Laufe des Jahres auch auf den Zusatzbeitrag verzichten. So ganz amtlich ist das jedoch wohl noch nicht, da auch dies genehmigungspflichtig ist.

Doch Zusatzbeitrag und Krankenkassenbeitrag hin oder her – es kommt nicht nur auf das Geld an. Wichtig sind auch die Leistungen, die nicht vom Gesetzgeber im Leistungskatalog vorgeschrieben werden, sowie die Servicequalität einer Krankenkasse. Ist diese nicht für ihre Mitglieder da, oder dauern Antragswege lange, ist es letztlich auch egal, wenn diese Kasse dann keinen Zusatzbeitrag berechnet. Der Wechsel einer Krankenkasse sollte deshalb nur dann vollzogen werden, wenn sie trotz der Berechnung eines Zusatzbeitrags nur einen schlechten Service liefert und es keine klaren Ansprechpartner für die Versicherten und ihre Belange gibt.

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