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Versicherung

Der Run auf Lebensversicherungen

10. Januar 2012 –

Eine hohe Abschlussquote gegen Ende 2011 können die meisten Anbieter für Lebensversicherungen verbuchen. Die Situation erinnert an das Ende des Jahres 2004 – auch damals gab es einen fulminanten Endspurt für Versicherungsverträge.

Der Garantiezins sinkt – trotzdem abschließen?

Ab dem 01.01.2012 wird der Garantiezins für neue Lebensversicherungen von derzeit 2,25% auf 1,75% gesenkt, wie auch versicherungs-check-24.de berichtete. Außerdem wird der früheste Rentenbeginn von 60 Jahren auf 62 Jahre angehoben. Diese zwei Faktoren werden als Verkaufsargument eingesetzt, um die Verbraucher noch 2011 zu einem Abschluss zu bewegen. Der Grund für die Garantiezinssenkung ist die andauernde Niedrigzinsphase.

Die Rendite der derzeit sichersten Papiere, der Bundesanleihen, ist deutlich unter zwei Prozent gesunken. Da Versicherungen mit ihren Anlagen äußerst vorsichtig sein müssen und den größten Teil der Gelder sicher anlegen müssen, sind sie nicht mehr in der Lage, auf Dauer den Zinssatz von 2,25 zu garantieren.

Doch warum trotzdem eine Lebensversicherung abschließen, wenn auf einem Tagesgeldkonto mehr an Zinsen bezahlt wird? Die meisten Versicherungen argumentieren hier mit der so genannten Überschussbeteiligung. Diese ist quasi als eine nicht garantierte Zusatzrendite zu sehen, die von der Versicherungsgesellschaft jährlich festgesetzt wird. Bei ertragsstarken Gesellschaften liegt die Überschussbeteiligung bei vier bis fünf Prozent. In der Addition mit dem garantierten Mindestzins ergibt sich sodann eine lukrative Verzinsung. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen am Arbeitsplatz und der demographischen Entwicklung sollte zudem der Rentenbeginn mit 60 Jahren als Argument nicht unterschätzt werden.

Worauf bei einer Lebensversicherung geachtet werden soll

Ein Lebensversicherungsvertrag ist ein Finanzprodukt. Ein Finanzprodukt wird einem Kunden nur dann angeboten, wenn sich die Kalkulation für die Bank oder für eine Versicherungsgesellschaft wirklich lohnt. Der Verkauf einer Lebensversicherung ist mit einem enormen Beratungs-und Verwaltungsaufwand verbunden. Außerdem wird eine Vermittlungsprovision bezahlt, die in der Kalkulation der Versicherungsgesellschaft berücksichtigt werden muss.

Der Vermittler muss dem Verbraucher beim Abschluss des Geschäftes offenlegen, wie viel von dem eingezahlten Beitrag tatsächlich für die Vermögensbildung, Risikoabsicherung und zur Deckung der Verwaltungskosten verwendet wird. Wie banktip.de betont, wird so der Blick auf die Kosten gelenkt. Anhand von diesen Daten lässt sich gut vergleichen, welche Versicherungsgesellschaft am günstigsten ist. Die Lebensversicherung, die den geringsten Verwaltungsaufwand aufweist und in der Vergangenheit die höchste Überschussbeteiligung erwirtschaftet hat, sollte favorisiert werden.

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