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Versicherung

Trotz Unisex-Tarifen bei der Versicherung sparen?

28. August 2012 –

In nicht mal vier Monaten ist es soweit, deutschlandweit werden für Versicherungen die so genannten Unisex-Tarife eingeführt. Bei diesen geschlechtsneutralen Tarifen darf nicht mehr auf das Geschlecht des Versicherten geachtet werden, um die Höhe des Beitrags zu berechnen. Für Männer wie Frauen gilt dabei: je nach Versicherung wird es für das eine oder das andere Geschlecht teurer, eine Angleichung in die Mitte hin ist eher unwahrscheinlich. Das hat bereits Anfang 2011 das Finanzportal kostenloser-versicherungsvergleich.com in einem seiner Ratgeber erklärt. Doch lässt sich dann trotz der Unisex-Tarife bei der Versicherung sparen?

Die Stiftung Warentest hat kürzlich für den Bereich der Risikolebensversicherung erklärt, dass Frauen, die eine Police für diese Art der Lebensversicherung abschließen wollen, nicht länger damit warten sollten. Dies hat einen einfachen und finanziell wichtigen Grund: Bis zu 55 Prozent sollen die Beiträge bei der Risikolebensversicherung nach der Einführung der Unisex-Tarife für Frauen steigen. Dies teilte die Stiftung Warentest in einer Presseerklärung mit. Für Männer würde die Risikolebensversicherung dann hingegen günstiger werden. Für die Septemberausgabe der Zeitschrift "Finanztest" hat die Stiftung Warentest 520 Versicherungsangebote von 33 verschiedenen Versicherern unter die Lupe genommen und dabei hohe Preisunterschiede feststellen müssen.

Die Stiftung Warentest schreibt dazu in ihrer Presseerklärung: "Besonders günstige Tarife gibt es für Personen, die gesund sind, kein Übergewicht haben und keinem riskanten Hobby nachgehen. Wer raucht, zahlt mehr. So bezahlt eine 34-jährige Nichtraucherin derzeit für einen Vertrag mit 20 Jahren Laufzeit und 150 000 Euro Versicherungssumme beim günstigsten Anbieter 78 Euro im Jahr, beim teuersten 261 Euro. Eine gleichaltrige Raucherin zahlt beim günstigsten Anbieter 181 Euro, beim teuersten 401 Euro."

Dies sind massive Preisunterschiede, welche durch die Unisex-Tarife noch massiver werden dürften. Ein schnelles Handeln zum Abschluss einer Risikolebensversicherung ist deshalb wichtig, um nicht ab 21.Dezember 2012, dem Stichtag für die Einführung der geschlechtsneutralen Versicherungstarife, noch mehr zahlen zu müssen.

Wie „Finanztest“ erklärt, sind die Risikolebensversicherungen von den Leistungen her so ähnlich, dass der einzige wirklich relevante Unterschied über den Preis gemacht wird. Anders ist dies bei den Kapitallebensversicherungen, die sich sowohl in der Beitragshöhe als beispielsweise auch in der Höhe des Kapitals unterscheiden. Wichtig ist jedoch sowohl bei der Risikolebensversicherung als auch bei der Kapitallebensversicherung, dass die Gesundheitsfragen richtig gelesen und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Nur dann ist auch der volle Versicherungsschutz gewährleistet und es gibt hinterher nicht das Nachsehen, weil durch ungenaue oder unrichtige Antworten die Versicherungsleistung teilweise oder ganz verloren geht.

Bei Altverträgen ändert sich nichts durch die Einführung der Unisex-Tarife, zumindest so lange nicht, bis bereits laufende Versicherungsverträge angepasst werden. Sollte dies der Fall sein, kann es sich für den Versicherten durchaus lohnen, einen Versicherungsvergleich für die Risikolebensversicherung oder eine der anderen Versicherungen durchzuführen, um nicht mehr als nötig bezahlen zu müssen.

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