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Versicherung

Lebensversicherungen: Die goldenen Zeiten der Versicherer sind vorbei

07. September 2012 –

Einstmals war sie eine der wichtigsten Versicherungen in Deutschland überhaupt. Heute hingegen spielt die Lebensversicherung kaum mehr eine Rolle. Die goldenen Zeiten der Versicherer in Sachen Lebensversicherung sind vorbei, wie die neusten Zahlen für diesen Versicherungsbereich zeigen. Besonders hart trifft es dabei den Branchenführer, die ERGO, die neben ihren Versicherungsgeschäften auch noch mit zahlreichen Medienberichten über ihre Vermittlerreisen zu kämpfen hat. Doch auch andere Versicherer haben mit dem Rückgang bei den Lebensversicherungen zu kämpfen. Innerhalb eines Jahres verloren die Versicherer gleich fast eine ganze Million an Versicherungsverträgen in der Lebensversicherung – wie wir bereits vor vielen Monaten geschrieben hatten, wird die Kapitallebensversicherung damit zu einem Auslaufmodell.

Die Versicherungsbranche hat auf der einen Seite mit der Rentabilität zu kämpfen, die immer mehr schrumpft, auf der anderen Seite ist ein Vertrauensverlust vorhanden, der kaum mehr zu kitten scheint. So stocken sowohl im Bereich der Lebensversicherungen als auch bei der Riester Rente und bei den Rürup Verträgen die Geschäfte. Die Verbraucher fühlen sich teilweise nicht mehr wohl mit diesen Produkten zur Altersvorsorge, wie es scheint. Zu lange laufende Verträge und die große Angst vor der Altersarmut hält die Deutschen vermehrt davon ab, sich an eine Kapitallebensversicherung und Riester Renten Verträge und Co. zu binden.

Es wird  nun die Frage sein, ob sich die Kapitallebensversicherung wandelt, und beispielsweise die mitunter sehr hohen Kosten dieser Versicherungsart gesenkt werden, um wieder Neukunden zu gewinnen. Durch die konservative Anlagestrategie der Versicherungen, die fast nur noch auf stabile Aktien setzen, ist dann jedoch möglicherweise noch weniger Rendite als jetzt schon mit einer solchen Lebensversicherung zu erreichen.

Verbraucher, die private Altersvorsorge betreiben möchten, tun deshalb gut daran. Verträge genau zu lesen und durchzurechnen, egal ob es sich nun um eine kapitalbildende Lebensversicherung oder ein Riester Rente handelt. Wenn sich der Vertrag dann lohnt, ist ein Abschluss natürlich empfehlenswert. Wenn sich der Versicherungsvertrag hingegen nicht lohnt, beispielsweise aufgrund einer zu langen Laufzeit, einer zu geringen Rendite oder zu hohen Kosten, sollte man sich nicht scheuen, den Vertragsabschluss abzulehnen, selbst wenn der Vermittler oder Versicherungsvertreter dazu drängt. Letztlich geht es darum, gegen die Altersarmut zu kämpfen und nicht durch zu teure und dafür aber zu schlecht dotierte Verträge Geld zu verlieren, das bei einer guten Privaten Altersvorsorge gewinnbringend eingesetzt werden könnte.

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