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Versicherung

Unisex-Tarife Es wird teurer, aber nicht einheitlich

15. Oktober 2012 –

Die Einführung der Unisex-Tarife zum 21. Dezember dieses Jahres hat bereits im Vorfeld für zahlreiche Diskussionen gesorgt. Ein einheitlicher Versicherungsbeitrag ohne Ansicht des Geschlechts sollte kommen. Zwar wird es jetzt, je nach Geschlecht, für den einen günstiger und für den anderen teurer – aber einheitliche Beiträge sind nach wie vor nicht in Sicht. Dies hat auch einen einfachen Grund: das Geschlecht ist bei zahlreichen Versicherungsverträgen nicht das einzige Merkmal, das zur Feststellung der Höhe des Beitrags dient. Daneben spielen auch das Alter, eventuelle Vorerkrankungen und Risikomerkmale eine Rolle – und bei der Versicherung fürs Auto zudem die Typklasse, die Regionalklasse und weitere, wichtige Tarifdetails wie beispielsweise die Absicherung im Schadensfall.

Günstiger werden durch die Unisex-Tarife:

Risikolebensversicherung wird für Männer bis zu 22 Prozent günstiger. Pflegeversicherungen werden für Frauen bis zu 24 Prozent günstiger. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen Frauen um die fünf Prozent weniger als bisher.

Teurer werden durch die Unisex-Tarife:

Risikolebensversicherungen werden für Frauen bis zu 55 Prozent teurer. Die Beiträge zur Kfz-Versicherung werden für Frauen ebenfalls steigen. Wie hoch, hängt auch von den bereits oben genannten weiteren Merkmalen zur Feststellung des Versicherungsbeitrags ab. Und auch bei der privaten Unfallversicherung wird es nach der Einführung der Unisex-Tarife teurer für Frauen. Aber auch hier gilt: die Höhe des Beitrags ergibt sich nicht nur aus dem Geschlecht, sondern unter anderem auch aus dem Beruf und den Risikomerkmalen.

Für Männer wird es deutlich teurer bei der Privaten Altersvorsorge und bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Letztere könnte bis zu 35 Prozent teurer werden als bisher. Und auch bei privaten Zusatzversicherungen für Pflege gehen die Beiträge für Männer nach oben, zum Teil gar bis zu 40 Prozent.

Was ändert sich bei bereits bestehenden Versicherungsverträgen?

Nichts. Die Einführung der Unisex-Tarife greift nicht bei bereits bestehenden Versicherungsverträgen. Erst dann, wenn Veränderungen vorgenommen werden, beispielsweise wenn ein Tarifwechsel ansteht, greifen die neuen, geschlechtsneutralen Tarife.

Wer sich jedoch bereits jetzt nach neuen Verträgen umsieht, kann auch in der Übergangsphase durchaus Geld bei seinem Versicherungsbeitrag sparen. Nur Überstürzen sollte man derzeit eher nichts, und je nach Versicherung und Beitragsveränderung nach unten oder oben kann sich auch das Abwarten des 21. Dezember 2012 durchaus lohnen.

Eine Antwort zu “Unisex-Tarife Es wird teurer, aber nicht einheitlich”

  1. Ich arbeite als Versicherungsberater und merke auch, dass gerade bei der Privaten Zusatz-Pflegeversicherung (meine Spezialisierung) derzeit sehr viele Männer anfragen, die noch die alten Tarife mitnehmen möchten. Hier würden viele auch sehr ungünstige Tarife abschließen, nur weil sie noch schnell etwas abschließen wollen. Da hat die EU es mal wieder gut gemeint, aber schlecht kommuniziert.




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