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Versicherung

Verwirrung um die Einführung der Unisex-Tarife

20. Dezember 2012 –

Auf morgen sollten sie endgültig in Deutschland eingeführt werden, die so genannten Unisex-Tarife, nun ist wieder offen, wann sie denn nun kommen – und damit auch das EU-Recht hierzulande umgesetzt wird. Vor wenigen Tagen hat sich der Bundesrat der Einführung der Unisex-Tarife verweigert, da diese nicht alleine den Bundestag – und dann den Bundesrat – passieren sollte, sondern diese an die Kürzung der Beteiligung an den Bewertungsreserven gekoppelt ist. Dies hat der Bundesrat nicht zugelassen, wodurch die geschlechtsneutralen Versicherungstarife vorerst doch nicht eingeführt werden können – zumindest nicht auf einer in Deutschland gültigen rechtlichen Grundlage. Der Bundesrat hat sich damit gegen eine Kürzung bei der Überschussbeteiligung gestellt und damit deutlich gemacht: so geht es letztlich nicht. Die beiden wichtigen Punkte werden nun voneinander abgetrennt werden müssen, damit die Unisex-Tarife doch noch im nächsten Jahr kommen können.

Dies stellt jedoch die Versicherer wie auch die Versicherten vor ein großes Problem. Welcher Versicherungstarif ist jetzt gültig, haben die neu abgeschlossenen Verträge und damit auch die Übergangsverträge Bestand, oder müssen die Versicherungsverträge in Bisex-Tarife umgewandelt werden – die eben einen Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern machen.
Laut GDV, dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, werden die Unisex-Tarife ab morgen jedoch zumindest so umgesetzt, dass es keine neuen Versicherungsverträge mehr geben wird, die eine Trennung der Geschlechter vorsieht. Und auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat sich inzwischen deutlich zu Wort gemeldet: "Das bedeutet aber nicht, dass dadurch die Einführung der Unisex-Tarife verhindert ist. Im Gegenteil sieht die BaFin große Rechtsrisiken für den Fall, dass noch nach dem 21. Dezember 2012 für neue Verträge Tarife angeboten werden, die nach dem Geschlecht differenzieren.", heißt es von Seiten der BaFin.

Wie genau die Unisex-Tarife jetzt umgesetzt werden sollen, ist jedoch wohl vorerst fraglich, da es in Ermangelung des Gesetzes keine Gesetzesgrundlage in Deutschland gibt, die eine Einführung der geschlechtsneutralen Versicherungstarife auf sichere Füße stellt. Versicherte sollten deshalb vielleicht erst einmal abwarten, wenn nicht dringend ein Versicherungswechsel ansteht oder eine bestimmte Versicherung notwendig ist. Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Unisex-Tarife bietet das Fachportal Krankenkassen.net:

http://www.krankenkassen.net/unisex-tarife.html

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