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Versicherung

Deutsche geben viel Geld für Versicherungen aus

21. Februar 2014 –

32 Länder hat der europäische Versicherungsverband Insurance Europe für seine Studie „European Insurance in Figures“ unter die Lupe genommen und dabei die Ausgaben für Versicherungspolicen von 2012 ausgewertet. Dabei ergab sich ein Schnitt von mehr als 2.100 Euro je Kopf (!) in Deutschland, der binnen eines Jahres für Versicherungen ausgegeben wurde. Doch die Deutschen sind mit dieser hohen Versicherungssumme nicht einmal die am höchst versicherten Europäer, sondern liegen damit sogar nur im Mittelfeld.

Europäische Versicherungsgesellschaften: mehr als eine Billion Euro Beiträge

In Europa fließt sehr viel Geld an die Versicherungsgesellschaften, dies zeigt sich deutlich angesichts des heute vorgelegten Berichts des Insurance Europe. Bei 1,1 Billionen Euro insgesamt liegen dabei die in 2012 eingenommenen Versicherungsbeiträge. Den höchsten Anteil machte dabei die Lebensversicherung aus, die auf Beiträge von insgesamt 643 Milliarden Euro kam im gesamten untersuchten Jahr. Auf die restlichen Versicherungssparten entfielen insgesamt 451 Milliarden Euro.

Durchschnittlich flossen je Europäer 1.843 Euro in Versicherungen. Dabei machte die Lebensversicherung den höchsten Anteil aus, mit 1.083 Euro je Kopf. Auf die restlichen Sparten entfielen im Jahr 2012 insgesamt 760 Euro.

Versicherungsdichte mit hohen Unterschieden

Die Einwohnerzahl gesetzt zur Höhe der Versicherungsprämien, dies ist die so genannte Versicherungsdichte und hier zeigen sich im Rahmen der Studie „European Insurance in Figures“ gravierende Unterschiede zwischen den Staaten. Die Versicherungsdichte liegt dabei in Liechtenstein mit 100.000 Euro am höchsten, was jedoch einen Sonderfall darstellen dürfte. Das Fürstentum bietet die Möglichkeit, grenzüberschreitende Lebensversicherungsgeschäfte durchzuführen, was zu dieser stark abweichenden Versicherungsdichte geführt haben dürfte.

Wo jedoch der Unterschied wirklich deutlich wird, sind die Schweiz und Rumänien im Vergleich zueinander hinsichtlich der Versicherungsdichte. Während die Versicherungsdichte in der Schweiz bei fast 6.000 Euro liegt, kam Rumänien im Jahr 2012 nur auf 100 Euro. Hier zeigt sich, wie weit die Schere der Einkommen im Vergleich beider Länder auseinandergeht. Etwas über dem Durchschnitt der 32 im Rahmen der Studie untersuchten Länder liegt indes Deutschland auf dem 13 Platz, mit einer Versicherungsdichte von 2.160 Euro.

Wird die Lebensversicherung an Bedeutung verlieren?

Für zukünftige Studien wird es natürlich interessant sein, wie sich die Versicherungsbeiträge im Bereich der Lebensversicherungen entwickeln werden. Inzwischen sind beispielsweise in Deutschland die Versicherungsgesellschaften in diesem Bereich auf dem Scheideweg. Durch den niedrigen Garantiezins lohnt sich für viele Versicherte der Abschluss einer neuen Lebensversicherungspolice nicht mehr.

Außerdem haben seit letztem Sommer einige Lebensversicherer damit begonnen, neue Versicherungspolicen einzuführen, bei denen es gar keinen solchen Garantiezins mehr gibt. Es bleibt damit abzuwarten, wie sich dieser, auch anhand der heute veröffentlichten Zahlen wichtigste Bereich der Versicherungen in Zukunft entwickeln wird – und ob nur die Branche in Deutschland von den Einbrüchen beim Geschäft mit den Lebensversicherungen betroffen ist oder ob sich dies auch auf anderen Staaten in Europa ausweiten wird.

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