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Versicherung

Pfändungsfreigrenzen beim P-Konto, Krankenversicherung und Pflegeversicherung in 2015

04. Dezember 2014 –

Bundesbürger, die Schulden haben und nicht mehr in der Lage sind, diese zu begleichen, stehen vor großen finanziellen Problemen. Früher konnten Gläubiger einfach so das Girokonto dieser Verbraucher pfänden und diese standen von heute auf morgen ohne Geld da, weil sie ihr Konto durch die Sperre der Pfändung nicht mehr nutzen konnten.

Dies führte oft zur Verlust von Wohnung, und in der Folge zum Verlust des Arbeitsplatzes.

Im Sommer 2009 wurde eine Änderung des Kontopfändungsschutz beschlossen, die am 1. Juli 2010 in Kraft trat. Seitdem gibt es das so genannte Pfändungsschutzkonto. Ein Girokonto kann damit in ein P-Konto umgewandelt werden und genießt so einen besonderen Schutz: Das Konto kann bei Pfändungen nicht mehr komplett gesperrt, sondern vom Inhaber weiter genutzt werden kann, natürlich im Rahmen der rechtlichen Gegebenheiten.

P-Konto mit neuen Freibeträgen

© beermedia.de – Fotolia.com

Für diese P-Konten gibt es gesetzlich geregelte Pfändungsfreibeträge, die sich von Zeit zu Zeit verändern können. Auf das kommende Jahr steht nun eine erneute Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen an. Der Grund für die Änderung auf 2015 ist eine Erhöhung des Grundfreibetrags im Einkommenssteuergesetz durch den Gesetzgeber.

Aktueller Stand der Pfändungsfreigrenzen beim P-Konto

Der Grundfreibetrag für das Pfändungsschutzkonto liegt derzeit auf 1.045,04 Euro. Dieser wird noch bis zum 30. Juni 2015 verbindlich sein für die Banken. Zum 1. Juli des kommenden Jahres wird der grundlegende Pfändungsfreibetrag erhöht, infolge der bereits oben angeführten Änderungen bei der Einkommenssteuer zum 1. Januar dieses Jahres. Da der Grundfreibetrag im Einkommenssteuergesetz zugleich der Pfändungstabelle zugrunde liegt. Die Erhöhung erfolgte von 8.130 Euro auf 8.354 Euro, so muss zugleich der Grundfreibetrag für das P-Konto steigen, was nun im Sommer des kommenden Jahres geschehen wird.

Pfändungsschutz-Konten im Vergleich

Stand der Pfändungsfreigrenzen ab 2015

Auf den 1. Juli des kommenden Jahres wird die Erhöhung des Grundfreibetrags im Einkommenssteuergesetz endlich beim P-Konto umgesetzt. Statt wie bisher 1.045,04 Euro wird dann ein Freibetrag von um die 1.070 Euro gelten. Für verschuldete Bürger bedeutet dies natürlich eine Erleichterung, können sie so doch unter dem Strich mehr Geld behalten, wenn ihr Girokonto ab Sommer 2015 gepfändet wird.

Wie hoch der Grundfreibetrag für das Pfändungsschutzkonto genau sein wird, wird in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Ebenfalls ansteigen werden dann ab Juli des kommenden Jahres die Freigrenzen, die bei Unterhaltsverpflichtungen sowie höheren Einkommen gelten.

Was muss der Kontoinhaber tun für die Erhöhung?

Viele Betroffene werden sich nun natürlich die Frage stellen, wie es mit der Änderung der Pfändungsfreigrenze für ihr schon bestehendes P-Konto aussieht. Die Antwort ist ganz einfach. Die Freigrenzen werden automatisch auf das Pfändungsschutzkonto übernommen und gelten dann sowohl für die bereits vorhandenen P-Konten wie auch für alle nach der Änderung umgestellten Girokonten. Der Kontoinhaber selbst muss so nichts machen. Die Banken stellen den Freibetrag automatisch auf die neuen Grenzen um.

Pfändungsfreibeträge erhöhen

Neben dem Grundfreibetrag für P-Konto gibt es weitere Freibeträge beispielsweise, wenn

  • der Kontoinhaber Unterhaltsberechtigte hat,
  • ein höheres Einkommen vorliegt oder aber
  • eine Selbständigkeit besteht.

Während die Pfändungsfreibeträge für Unterhaltsverpflichtungen wie für höhere Einkommen in der Pfändungstabelle festgelegt sind, ist dies bei selbstständig Tätigen und Freiberufler mitunter anders geregelt. Wie hoch der Freibetrag für das P-Konto auf Antrag angesetzt werden kann, wird die jeweils zuständige Behörde berechnen müssen.

Niedrigerer Krankenkassenbeitrag ab 2015

Neue Krankenkassenbeiträge

© Karin Jähne – Fotolia.com

Auf das kommende Jahr gibt es neben der Erhöhung der Pfändungsfreibeträge noch zahlreiche andere Änderungen, welche auf die Bundesbürger zukommen. Eine davon ist die Senkung der Krankenkassenbeiträge auf den 1. Januar 2015.

Entwicklung der Krankenkassenbeiträge

Statt wie bisher 15,5 Prozent liegen die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung ab kommendem Jahr nur noch auf 14,6 Prozent. Der Beitrag wird je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer übernommen.

Dies hört sich für die gesetzlich Krankenversicherten gut an, auf den ersten Blick. Ab 2015 werden aber zugleich die Zusatzbeiträge zurückkehren, für die es dann keine Grenze mehr nach oben geben wird. Diese werden Einkommens abhängig berechnet. Experten gehen davon aus, dass die meisten Krankenkassen einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent verlangen werden, um den ab 2015 niedrigeren Kassenbeitrag abzufangen. Eine Ersparnis gibt es damit durch den sinkenden Beitrag nicht, eher müssen Versicherte mehr bezahlen, wenn die eigene Krankenkasse mehr als die 0,9 Prozent des Einkommens als Zusatzbeitrag berechnen wird.

Beitragsbemessungsgrenzen bei der Krankenversicherung

Höhere Beiträge zur Pflegeversicherung

Zum 1. Januar 2015 wird der Beitrag zur Gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35 Prozent und auf 2,6 Prozent für kinderlose Versicherte angehoben werden. Dabei werden die Pflegebeiträge bei Eltern je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Den zusätzlichen Anteil von 0,25 Prozent müssen die kinderlosen Versicherten hingegen selbst tragen.

Auf 2015 wird es zudem zahlreiche weitere Änderungen geben:

  • Der gesetzliche Mindestlohn wird eingeführt werden,
  • die Beitragsbemessungsgrenzen für die Kranken- und Rentenversicherung werden wieder steigen und
  • die Hartz IV-Regelsätze werden angehoben werden.

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