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Wirtschaft

Daimler schreibt in 2009 Verlust von 2,6 Milliarden Euro

19. Februar 2010 –

Es ist nicht gut angekommen bei den Anlegern, was Daimler heute an Zahlen präsentieren musste. Ein Milliardenverlust für das vergangene Jahr in Höhe von 2,6 Milliarden Euro schreckte die Aktionäre auf, was Daimler-Chef Zetsche dazu sagte, beruhigte sie dann jedoch nicht. “Nach der kontrollierten Defensive 2009 spielen wir ab 2010 wieder auf Angriff. Wir kommen mit hohem Drehmoment aus der Krise”, verkündete Zetsche heute.

brokr Banner - Zock dich reich - 300x250Der Aktie jedoch half es nichts. Auch wenn Zetsche das Feuer der tiefroten Zahlen noch löschen wollte, es war wohl nur Öl, das zusätzlich dort hineingeschüttet wurde. “Das vergangene Jahr brachte auch für Daimler große Herausforderungen mit sich”, ließ Zetsche bei der Jahrespressekonferenz vom Stapel. Und: “Wir haben aber im Jahresverlauf unser Unternehmen deutlich effizienter gemacht und die Weichen gestellt, um den großen Umbruch unserer Branche nicht nur zu meistern, sondern von der Spitze weg zu gestalten.”

Das Problem dabei ist nur: Andere Autohersteller mit vergleichbarem Segment wurden letztes Jahr nicht so sehr getroffen von der Krise. Und nur schöne Worte interessieren die Anleger nicht. Vor einiger Zeit war das Comeback von Rekord-Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher verkündet worden – für teures Geld aus dem Hause Mercedes-Benz. Damit hatte sich Daimler eine hohe positive Aufmerksamkeit und auch eine Imageverbesserung erhofft.

Das Gegenteil war der Fall. Von vielen Seiten kam die (durchaus sehr verständliche) Kritik, wieso auf der einen Seite Teile der Produktion ins Ausland verlagert werden, und die Folgen der Wirtschaftskrise auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird, auf der anderen Seite Schumacher Millionen für sein Comeback erhält – das möglicherweise finanziell gar nicht fruchten wird. Argumentiert wird dann von Seiten des Hauses Mercedes-Benz mit der Werbewirksamkeit, die man sonst teuer erkaufen müsste.

Nur: Werbewirksam ist etwas nur, wenn es wirklich positive Aspekte für ein Produkt mit sich bringt. Und zur Verkaufsförderung beiträgt. In Bezug auf Michael Schumacher wird jedoch kaum ein Auto mehr verkauft werden, diese Ansicht teilen inzwischen viele.

Wohl auch die Anleger. Während der DAX allgemein heute bis auf wenige kleine Ausschläge einen positiven Trend zeigt und derzeit im Plus steht, hat die Daimler-Aktie einen Sturzflug hingelegt und muss im Moment einen Kursverlust von fast fünf Prozent hinnehmen. Dies ist auch eine Folge der Ankündigung, dass die Aktionäre in Sachen Dividende leer ausgehen.

Das Vertrauen der Anleger ist mit der Verlustbekanntgabe und der Null-Dividende beschädigt, weshalb viele wohl ihre Daimler-Aktien lieber uns Volk bringen wollen, als noch mehr Verluste dadurch einzufahren. Das bedeutet jedoch auch: Wer jetzt günstiger Daimler-Aktien haben möchte, der hat heute eine gute Chance, an Wertpapiere des Autoherstellers zu gelangen.

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