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Wirtschaft

Neuer Wirtschaftsminister setzt sich ins gemachte Nest

17. Mai 2011 –

Er kam, um das deutsche Gesundheitssystem zu reformieren, aber er scheiterte. Philip Rösler, studierter Medizin, war zum Aushängeschild der Liberalen geworden und hatte hehre Ziele. Umgesetzt hat er davon nichts, stattdessen die Flucht ergriffen – und einem anderen sein Amt abgeluchst. Der neue Wirtschaftsminister setzt sich damit ins gemachte Nest.

Während es um das deutsche Gesundheitssystem mehr als schlecht bestellt ist und es einen Bundesgesundheitsminister mit Durchblick und Weitsicht braucht, während die erste Betriebskrankenkasse geschlossen wird – macht Minister Rösler so eben mal den Abflug. Nach mir die Sintflut, kommt mir angesichts dieses Verhaltens nur noch in den Sinn.

Eine desaströse Gesundheitspolitik, keine erreichten Ziele, die Einführung des Zusatzbeitrags und die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge, keine guten Schlagzeilen, die Rösler in sein neues Amt begleiten – das er übrigens unbedingt haben wollte. Er löst Bundeswirtschaftsminister Brüderle ab, der immerhin glänzen konnte durch den neuen Aufschwung nach dem konjunkturellen Einbruch.

Doch was wird er tun, wenn es der Wirtschaft plötzlich nicht mehr so gut geht? Sei es, weil die USA in eine noch schlimmere Verschuldung rauschen oder weil eine Naturkatastrophe wie in Japan mit Zeitverzögerung auch verheerende Auswirkungen auf unsere Konjunktur hat. Wird er dann wieder wegrennen?

Vielleicht wäre es gut, einfach mal Ruhe reinkommen zu lassen in eine Regierung, die für Wohl und Weh in unserem Land verantwortlich zeichnet. Zu sehr wird rumgeschoben und rochiert, und niemand hat mehr irgendwann den Durchblick, wer eigentlich nun für was verantwortlich ist.

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