Die heutige Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel stieß nicht überall auf Gegenliebe, wie an einigen Gesichtern in der Opposition abzulesen war. Dennoch machte sie Nägel mit Köpfen und erklärte, eine Hilfe für Griechenland würde es nur dann geben, wenn eine Ultima Ratio eintreten würde – das heißt, die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands und ein unmittelbar drohender Bankrott.
Nur in diesem Fall solle es Hilfen geben, so die Kanzlerin: Vom Internationalen Währungsfonds UND bilaterale Kredite von anderen Ländern der Europäischen Union.
Davor war von mancherlei Seiten vor Hilfen aus dem IWF gewarnt worden, um die Stabilität des Euro nicht zu gefährden – und auch Kanzlerin Merkel hatte sich im Zentrum der harschen Kritik befunden. Mittlerweile stellte sich jedoch sowohl der Vorsitzende der Euro-Gruppe und Staatschef Luxemburgs, Jean-Claude Juncker, zu der Vorgehensweise Merkels wie auch aus Spanien, Österreich und den Niederlanden Zustimmung kam zu der Hilfe im Falle einer Ultima Ratio.
Der heute und morgen stattfindende EU-Gipfel wird dann endgültig die Richtung vorgeben, in die gegangen werden soll in Bezug auf Griechenland. Aber sie wird auch wegweisend sein im Falle von großen Finanzproblemen und der Pleitegefahr anderer EU-Länder, wie derzeit vor allem Portugal.
Den Anlegern gefällt die Vorgehensweise von Deutschlands Kanzlerin Merkel zumindest so weit, dass der Euro mittlerweile wieder im leichten Plus zu finden ist mit einem Wert von aktuell 1,3334 US Dollar. Und auch dem DAX haben die klaren Worte der Bundeskanzlerin gut getan. Mit derzeit 6.130,91 Punkten hat der DAX heute 1,52 Prozent gewonnen und steht damit wieder klar über 6.000 Punkten.

