Der Euro hatte in den vergangenen Tagen sehr unter den Verwirrungen um die finanziellen Hilfen für Griechenland gelitten. Trotz einer vermeintlichen Einigung wurde kein klarer Standpunkt abgegeben – und das Land am Mittelmeer rutschte immer mehr in die Nähe des Bankrotts.
Doch die anderen Mitglieder der Währungsunion konnten nun nicht mehr länger dem Untergang Griechenlands zusehen, zu groß war wohl die Angst, dass der Euro und damit die eigene Konjunktur, gleich mit untergehen würden.
Der starke Rückgang des Euro in den vergangenen Wochen war zusehends bedrohlicher geworden für die Währung, die sich einstmals aufgemacht hatte, den US Dollar als wichtigste Währung der Welt abzulösen – oder zumindest einen gleichwertigen Stand einnehmen zu können. Dies ging jedoch nicht zuletzt durch die Turbulenzen um die Hilfen für das finanziell am Boden liegende Griechenland völlig schief.
Nachdem der Euro sich gestern erholte, nachdem die Nachricht von der Klarheit der Hilfen für Griechenland bekannt wurde, liegt der Euro heute knapp unter 1,36 US Dollar. Der aktuelle Wert verzeichnet mit 1,3593 US Dollar je Euro einen leichten Rückgang, dies könnte vor allem darin begründet sein, dass der US Dollar dank des spontanen Spitzentreffens von Barack Obama mit Chinas Präsident Hu Jintao wieder an Fahrt aufgenommen hat.
Die Kredite für Griechenland werden 45 Milliarden Euro betragen. Allein 30 Milliarden Euro werden als bilaterale Kredite aus den anderen Ländern der Euro Zone kommen. Es könnte also bald wieder sicherer werden, für den Euro, und für die Währungsunion. Auch die Gerüchte, Griechenland könnte aus der Euro Zone ausgeschlossen werden, sind längst verstummt. Diese Überlegung gibt es wohl nicht mehr. Es würde auch nicht viel bringen, sondern dem Euro wie auch der Währungsunion wohl eher schaden.

