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Wirtschaft

Kommt der Europäische Währungsfonds doch?

16. April 2010 – admin

Die Krise in manchen Ländern der Euro Zone ist schlimmer als erwartet. Nicht nur Griechenland kratzt an der Pleite, auch andere Länder wie bspw. Portugal, sind von einem Bankrott bedroht. Die bisherigen Gespräche über einen EWF, einen Europäischen Währungsfonds, mit ähnlichem Konstrukt wie der Internationale Währungsfonds, scheiterten. Die Gegner der Einführung eines EWF hatten bislang Oberhand. Dies könnte sich nun aber geändert haben.

Festgeld Banner 200x300Heute bestätigte Jean-Claude Juncker, der Premierminister Luxemburgs, und zugleich Chef der Finanzminister der Euro Zone (er selbst hatte bis 2009 auch als Finanzminister fungiert in seinem Land), eine Wende in Bezug auf den Europäischen Währungsfonds.

In Madrid machte er nach Beratungsgesprächen ein kurzes, aber klares Statement. „Wir haben uns geeinigt, dass es notwendig ist, einen ständigen Krisen-Mechanismus zu schaffen“, sagte er heute in der spanischen Hauptstadt.

Dies könnte als klares Bekenntnis zur Einrichtung eines Europäischen Währungsfonds gedeutet werden. Bislang war der Gegenwind unter anderem aus Deutschland gekommen, unter anderem aus der Richtung von Bundesbank-Chef Weber. Nun aber scheint sich das Blatt, aus Gründen der finanziellen Bedürfnisse, tatsächlich doch noch zu wenden.

In wie weit dann auch Hilfen nach Griechenland fließen werden, ist jedoch nicht bekannt, auch nicht, wer den EWF anführen werden könnte. Vor allen in einem Jahr, in dem auch bei der Europäischen Zentralbank das Stühle rücken angesagt ist und neben dem EZB-Vize auch der Präsident Jean-Claude Trichet abgelöst werden wird.

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