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Wirtschaft

Im 1. Halbjahr 2012 weniger Insolvenzen als 2011

10. September 2012 –

Auch wenn die Konjunkturprognosen schlechter werden, noch geht es Deutschlands Wirtschaft gut. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen zur Unternehmens- und Privatinsolvenzen für das 1. Halbjahr 2012 Jahres wider, welche das Statistische Bundesamt nun veröffentlicht hat. Demnach sank sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Verbrauchern die Zahl der Insolvenzen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 3,1 Prozent abnahm, sank die Anzahl der eingereichten Privatinsolvenzen gar um 3,9 Prozent.

Im 1. Halbjahr dieses Jahres wurden demnach 14.776 Unternehmensinsolvenzen und 49.750 Privatinsolvenzen gemeldet. Der Rückgang zeigt, dass sich sowohl für die Unternehmen als auch für die Beschäftigten die Situation verbessert hat, die niedrige Arbeitslosenquote spricht ein Übriges dazu. Es bleibt jedoch die Frage, wie lange die wirtschaftliche Lage in Deutschland so golden bleiben wird. Die Konjunkturprognosen ziehen nach unten, die Kredithürde wird wieder höher eingeschätzt und die Exportzahlen nehmen ab. Gleich mehrere große Unternehmen, darunter Opel und Bosch, haben mittlerweile Kurzarbeit angekündigt.

Und immer noch steht hinter der Zukunft der Euro-Zone ein großes Fragezeichen. Am Mittwoch dieser Woche wird die Entscheidung des Bundeverfassungsgerichts zum Europäischen Stabilitätsmechanismus und zum Fiskalpakt bekanntgegeben. Eine Ablehnung der Klage durch die Karlsruher Richter würde die Aktienmärkte erneut befeuern. Würde der Klage hingegen stattgegeben werden, sind die Folgen kaum absehbar, im schlimmsten Falle würde es zu einem Zusammenbrechen der Währungsunion kommen.

Die Zahl der Insolvenzen könnte damit bald wieder ansteigen, wobei gerade Verbraucher viel dafür tun können, erst gar nicht den Weg einer Privatinsolvenz beschreiten zu müssen. Ein rechtzeitiges Umschulden und ein besseres Planen der Finanzen können einer Überschuldung entgegenwirken. Wenn ein Kredit notwendig wird, dann sollte möglichst nicht der Dispokredit als Dauerfinanzierung genutzt, sondern ein deutlich kostengünstiger Ratenkredit gewählt werden. Und statt Leben auf Pump per Kreditkarte gibt es längst die Möglichkeit, über so genannte Prepaid-Kreditkarten flüssig zu sein. Dann wird nur das an Geld ausgegeben, was tatsächlich auf der Kreditkarte ist und der Verbraucher hat jederzeit den vollen Überblick über seine finanziellen Möglichkeiten.

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