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Wirtschaft

Exportwirtschaft in Deutschland boomt 2012

08. Februar 2013 –

Es ist ein zweischneidiges Zahlenwerk, welches das Statistische Bundesamt heute Vormittag veröffentlicht hat. Die Exportwirtschaft in Deutschland boomt 2012, die Ausfuhren wie auch die Einfuhren erreichen jeweils einen neuen Rekordwert – nur die Ausfuhren in die anderen Euro-Länder sind rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von mehr als einer Billion Euro ausgeführt, die Ausführen stiegen damit um 3,4 Prozent gegenüber dem bisherigen Jahr des Export-Rekords, 2011. Insgesamt lagen die Ausfuhren bei 1.097,4 Milliarden Euro. Die Einfuhren nach Deutschland stiegen im Gesamtjahr 2012 um 0,7 Prozent auf 909,2 Milliarden Euro.

Für die deutsche Außenhandelsbilanz bedeutet dies den zweithöchsten Überschuss bei den Exporten seit 1950, dem Jahr, in dem die Außenhandelsstatistik eingeführt wurde, dies teilte das Statistische Bundesamt im Rahmen der Veröffentlichung des neuen Rekordwerts mit. Der Überschuss lag 2012 bei 188,1 Milliarden Euro, im Vorjahr hatte der Wert bei nur 158,7 Milliarden Euro gelegen. Der bisher höchste Überschuss zwischen Ausfuhren und Einfuhren wurde 2007 erreicht, damals lag der Ausführüberschuss bei 195,3 Milliarden Euro.

Auch wenn die Zahlen der Exportwirtschaft Grund zur Freude geben, so wird diese durch andere Zahlen doch ein wenig getrübt. Während die Exporte in Drittländer zunahmen, sanken die Ausfuhren in die anderen Länder der Europäischen Union im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent, die Einfuhren hingegen stiegen um 0,9 Prozent. Drastischer zeigt sich der Rückgang der Exporte in die anderen Länder der Euro-Zone. Der für Deutschland wichtige Markt zeigt, vermutlich verursacht durch die Schuldenkrise in Europa, einen Einbruch von gleich 2,1 Prozent. Die Exporte in die anderen Staaten der Währungsunion sank damit auf 411,9 Milliarden Euro, bei den Einfuhren aus den anderen Euro-Ländern stieg der Wert um 0,7 Prozent auf 404,2 Milliarden Euro.

Die Krise von Staaten wie Griechenland und Spanien, aber auch Italien und Frankreich macht sich damit immer konkreter auch in sinkenden Exportzahlen in diese Länder fest. Die finanziellen Hilfen durch den ESM, um die Euro-Zone zu retten, sind damit auch eine „Selbstrettung“ Deutschlands, um wichtige Exportpartner nicht zu verlieren und auch weiterhin Abnehmer in den anderen Euro-Staaten zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grenzüberschreitende Transaktionen in Milliarden Euro 

Gegenstand der Nachweisung

Dezember

Januar bis
Dezember

November

Dezember

Januar
bis
Dezember

2012

2011

Differenzen in den Summen können sich durch Runden der Zahlen ergeben

1   Ausfuhr insgesamt

79,0

1 097,4

94,0

84,8

1 061,2

2   Einfuhr insgesamt

67,0

909,2

77,1

72,3

902,5

Saldo der 

3   Handelsbilanz  (1-2)

12,0

188,1

16,9

12,5

158,7

4   Dienstleistungsbilanz

2,6

– 6,7

0,2

2,0

– 7,6

5   Erwerbs- und Vermögenseinkommen

4,8

51,8

5,0

7,5

48,4

6   Laufenden Übertragungen

0,6

– 37,1

– 3,2

1,4

– 33,5

7   Ergänzungen zum Außenhandel

– 2,7

– 29,2

– 2,7

– 2,5

– 18,9

8   Leistungsbilanz (3+4+5+6+7)

17,3

166,9

16,2

20,9

147,2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ländergruppen 

Gegenstand der Nachweisung

Dezember
2012

Januar
bis
Dezember
2012

Veränderung gegenüber

Dezember
2011

Januar
bis
Dezember
2011

Milliarden Euro

%

Ausfuhr insgesamt

79,0

1 097,4

– 6,9

3,4

darunter: 

EU-Länder

44,2

625,7

– 6,4

– 0,3

Eurozone

29,3

411,9

– 7,3

– 2,1

Nicht Eurozone

14,9

213,8

– 4,5

3,3

Drittländer

34,8

471,7

– 7,5

8,8

Einfuhr insgesamt

67,0

909,2

– 7,3

0,7

darunter: 

EU-Länder

42,6

577,1

– 7,1

0,9

Eurozone

29,9

404,2

– 6,8

0,7

Nicht Eurozone

12,8

172,9

– 7,9

1,4

Drittländer

24,4

332,1

– 7,6

0,4

Quelle Zahlen: Statistisches Bundesamt

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