Logo
DenizBank Festgeld Standard 468x60


Wirtschaft

Deutsche Exporte steigen nur im Jahresvergleich an

09. April 2014 –

Es sind zweigeteilte Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute in Sachen deutsche Exporte veröffentlicht hat. Auf der einen Seite sind die Ausfuhren aus Deutschland im Februar dieses Jahres im Jahresvergleich gestiegen. Auf der anderen Seite sanken die Exporte im Vergleich zum Januar 2014.

Anstieg bei Ausfuhren und Einfuhren gegenüber dem Vorjahresmonat

Gegenüber Februar 2013 stiegen die Exporte im Februar 2014 um 4,6 Prozent an. Bei den Einfuhren kam es im gleichen Zeitraum zu einem Anstieg von 6,5 Prozent. Eingeführt wurden damit  Waren im Wert von 76,1 Milliarden Euro, ausgeführt wurden Waren im Wert von 92,4 Milliarden Euro. Dies ergab einen Überschuss in der Außenhandelsbilanz von 16,3 Milliarden Euro, noch im Februar des vergangenen Jahres hatte der Überschuss mit 16,8 Milliarden Euro leicht höher gelegen. Laut Destatis lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Februar dieses Jahres Kalender- und saisonbereinigt bei 15,7 Milliarden Euro.

Statistik: Wert der deutschen Exporte und Importe von Januar 2013 bis Januar 2014 (Originalwert, in Milliarden Euro) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Exporte im Monatsvergleich gesunken

Während die Ausfuhren im Jahresvergleich anstiegen, sind die Exporte im Februar im Monatsvergleich mit dem Januar dieses Jahres gesunken. Hier kam es zu einem Rückgang von 1,3 Prozent, während die Importe mit einem Plus von 0,4 Prozent leicht anstiegen.

Dies bedeutet natürlich ein zweischneidiges Schwert für die deutschen Exporte. Freudig stimmt hier nur noch die positive Außenhandelsbilanz, die fast auf Vorjahresniveau liegt. Immerhin lag damit der Außenhandelsüberschuss im Februar dieses Jahres mit 16,3 Milliarden Euro höher als im Januar 2014. hier hatte der Überschuss der Außenhandelsbilanz „nur“ bei 15,0 Milliarden Euro gelegen.

Zunahme bei Exporten in alle Ländergruppen

Im Februar dieses Jahres konnten die Ausfuhren vor allem mit einem überzeugen: dass es sowohl bei den Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in die Länder der Euro-Zone wie auch in die Drittländer zu einem Plus in Sachen Exporte kam.

In die anderen Mitgliedstaaten der EU wurden im Februar 2014 laut der vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes Waren im Wert von 54,7 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 50,2 Milliarden Euro  eingeführt. Gegenüber dem Vorjahresmonat kam es damit in diese Länder zu einer Zunahme der Exporte um 6,7 Prozent, die Importe stiegen sogar um 9,0 Prozent.

In die Länder der Euro-Zone wurden dabei Waren im Wert von 34,9 Milliarden Euro exportiert und von diesen Staaten Waren im Wert von 34,6 Milliarden Euro importiert. Bei den Ausfuhren kam es damit im Jahresvergleich zu einer Zunahme von 3,7 Prozent, die Einfuhren stiegen im Februar dieses Jahres im Vergleich zum Februar 2013 sogar um 8,4 Prozent an.

In die Länder der Europäischen Union, die nicht zum Euroraum gehören, wurden im Februar dieses Jahres Waren im Wert von 19,9 Milliarden Euro  exportiert und von dort Waren im Wert von 15,7 Milliarden Euro eingeführt. Dabei kam es bei den Ausfuhren zu einem Plus von 12,4 Prozent, bei den Importen zu einer Zunahme von 10,4 Prozent.

Exporte Drittländer mit wenig Zuwachs

Bei den Ausfuhren in die Drittländer sah es im Februar 2014 im Jahresvergleich nicht so stark aus. Hier kam es mit Exporten von Waren im Wert von 37,7 Milliarden Euro zu einer Zunahme von 1,8 Prozent, bei den Einfuhren von Waren im Wert von 25,9 Milliarden Euro zu einem Plus von 2,0 Prozent.

Hier zeigen sich deutlich die derzeitigen Probleme der Schwellenländer auf, die sich auch in den Exportzahlen niederschlagen. Sollte sich dieser Bereich wieder beruhigen, ist auch wieder mit einem deutlichen Anstieg der deutschen Ausfuhren in diese Staaten zu rechnen. Bis dahin könnte jedoch noch eines an Wasser die verschiedenen Flüsse unseres Landes herunterfließen, zeigen sich doch mehr und mehr die Probleme der Schwellenländer auf, die ihre wirtschaftlichen Sorgen trotz verschiedener Maßnahmen einfach nicht in den Griff bekommen.

Exporte und Importe nach Ländergruppen

Gegenstand der Nachweisung Februar
2014
Januar bis Februar 2014 Veränderung gegenüber
Februar 2013 Januar bis Februar 2013
Milliarden Euro %
Ausfuhr insgesamt 92,4 183,1 4,6 3,8
darunter:
EU-Länder 54,7 109,2 6,7 6,0
   Eurozone 34,9 69,9 3,7 3,4
   Nicht Eurozone 19,9 39,3 12,4 10,8
Drittländer 37,7 73,9 1,8 0,7
Einfuhr insgesamt 76,1 151,8 6,5 4,0
darunter:
EU-Länder 50,2 98,5 9,0 6,3
   Eurozone 34,6 68,1 8,4 6,2
   Nicht Eurozone 15,7 30,4 10,4 6,4
Drittländer 25,9 53,4 2,0 0,0

Ergebnisse nach dem EU-Konzept

Grenzüberschreitende Transaktionen in Milliarden Euro

Gegenstand der Nachweisung Februar Januar bis Februar Januar Februar Januar bis Februar
2014 2013
1   Ausfuhr insgesamt 92,4 183,1 90,7 88,3 176,5
2   Einfuhr insgesamt 76,1 151,8 75,7 71,5 146,1
Saldo der
3   Handelsbilanz  (1-2) 16,3 31,3 15,0 16,8 30,4
4   Dienstleistungsbilanz 1,7 3,4 1,7 0,4 – 1,1
5   Erwerbs- und Vermögenseinkommen 6,2 11,9 5,7 7,4 14,1
6   Laufenden Übertragungen – 7,4 – 12,2 – 4,8 – 7,0 – 12,7
7   Ergänzungen zum Außenhandel – 2,9 – 5,4 – 2,5 – 1,9 – 4,4
8   Leistungsbilanz (3+4+5+6+7) 13,9 29,1 15,2 15,7 26,3

Differenzen in den Summen können sich durch Rundungen ergeben.

Quelle Tabellen: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Kommentare sind geschlossen.




Copyright © 2009 – finanznachrichten.info – Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung untersagt.

Sitemap  –  Kontakt  –  Impressum

CC