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Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt für die Euro-Zone im 1. Quartal 2014 gestiegen

04. Juni 2014 –

Bei der 2. Schätzung durch die europäische Statistikbehörde Eurostat ergab sich für das1. Quartal dieses Jahres ein Anstieg des BIP für die Euro-Zone. Ebenso ist den Berechnungen nach das Bruttoinlandsprodukt in der EU28 gestiegen.

BIP leicht niedriger als im 4. Quartal 2013

In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist das Bruttoinlandsprodukt für die Euro-Zone um 0,2 Prozent gestiegen, für die Länder der EU28 um 0,3 Prozent. Dies sieht auf den ersten Blick zwar gut aus, ist doch damit das BIP im Durchschnitt weiter gestiegen im Vergleich zum Vorquartal. Dennoch markiert auch das Bruttoinlandsprodukt für das 1. Quartal 2014 die Situation, die immer deutlicher wird: Die Inflationsrate für die Länder des Euroraums sinkt, und die Arbeitslosenquote geht zwar zurück, jedoch auch nur in kleinen Schritten.

Im 4. Quartal 2013 ist

  • das BIP für die Euro-Zone noch um 0,3 Prozent gestiegen,
  • für die EU28-Staaten um 0,4 Prozent.

Damit verlangsamt sich das Wachstum in den europäischen Staaten wieder, anstatt in die Gänge zu kommen.

Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahresquartal mit deutlichem Anstieg

Während das BIP beim Vorquartalsvergleich bei den Staaten der Euro-Zone und den EU28-Staaten der Anstieg recht gering ist, sieht dies beim Bruttoinlandsprodukt im Vergleich mit dem Vorjahresquartal anders aus.

Hier zeigt sich den Schätzungen nach im 1. Quartal 2014 sowohl beim BIP für den Euroraum wie auch für die Staaten der EU28 ein deutlicher Anstieg gegenüber dem 1. Quartal 2013. Damals war das Bruttoinlandsprodukt für die Euro-Zone

  • im Vorquartalsvergleich mit dem 1. Quartal 2012 um 0,5 Prozent gestiegen,
  • gegenüber dem 1. Quartal des vergangenen Jahres, gab es im 1. Quartal dieses Jahres hingegen einen Anstieg des BIP um 0,9 Prozent.

In den EU28-Staaten war das Bruttoinlandsprodukt

  • im 1. Quartal 2013 gegenüber dem 1. Quartal davor um 1,0 Prozent gestiegen.
  • Im 1. Quartal dieses Jahres stieg das BIP den Schätzungen von Eurostat sogar um 1,4 Prozent im Vergleich mit dem 1. Quartal des vergangenen Jahres.

Die höchsten Wachstumsraten im 1. Quartal 2014

Das höchste Wachstum gegenüber dem Vorquartal konnten

  • Ungarn
  • und Polen,
  • Dänemark,
  • Deutschland und
  • das Vereinigte Königreich

verzeichnen. Im Vergleich zum 4. Quartal 2013 stieg das BIP in

  • Ungarn und Polen um je 1,1 Prozent,
  • in Dänemark um 0,9 Prozent,
  • in Deutschland um 0,8 Prozent und
  • im Vereinigten Königreich um ebenfalls 0,8 Prozent.

Dies zeigt, wie weit die Schere bei den Wachstumsraten in Europa inzwischen auseinandergeht. Denn während die fünf oben genannten Staaten ein vergleichsweise hohes Wachstum erwirtschaften konnte im 1. Quartal dieses Jahres im Vergleich mit dem 4. Quartal 2013, sieht es in anderen Staaten ganz anders aus.

Die niedrigsten Wachstumsraten im 1. Quartal 2014

Ein negatives Wachstum gegenüber dem 4. Quartal des vergangenen Jahres mussten indes im 1. Quartal 2014

  • Niederlande,
  • Estland,
  • Zypern und
  • Portugal

verzeichnen. Während Zypern und Portugal noch unter einem Prozent lagen beim Rückgang der Wachstumsraten, lagen die Niederlande und Estland mit einem negativen BIP über dieser Marke.

In Zypern und Portugal sank in den ersten drei Monaten des Schätzungen von Eurostat zufolge das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent, in Estland um 1,2 Prozent und in den Niederlande sogar um 1,4 Prozent.

Konsumausgaben der privaten Haushalt steigen leicht

Im 1. Quartal 2014 sind die Konsumausgaben der privaten Haushalt leicht gestiegen, wie die vorläufigen Berechnungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat ergaben. Gegenüber dem Vorquartal gab es in der Euro-Zone einen Anstieg um 0,1 Prozent. In den Staaten der EU28 einen Anstieg von 0,2 Prozent.

Im 3. Quartal 2013 waren die Konsumausgaben in den Staaten der Euro-Zone im Durchschnitt gar nicht anstiegen im Vergleich zum 2. Quartal 2013, in den EU28-Staaten nur um 0,1 Prozent.

Bruttoanlageinvestitionen weniger stark angestiegen

Während die Konsumausgaben leicht gestiegen sind, sind im 1. Quartal dieses Jahres die Bruttoanlageinvestitionen weniger stark angestiegen als noch im 4. Quartal des vergangenen Jahres. Damals hatte es im Vorquartalsvergleich einen Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen in der Euro-Zone um 0,9 Prozent gegeben, in den Staaten der EU28 um 1,0 Prozent.

Im Vergleich zu den letzten drei Monaten 2013 erhöhten sich die Bruttoanlageinvestitionen in den ersten drei Monaten 2014 in den Staaten des Euroraums um 0,3 Prozent und in den EU28-Staaten um 0,6 Prozent.

Hierbei dürften vor allem der Europäischen Zentralbank und ihren Ratsmitgliedern die Ohren läuten, ist dies doch ein weiterer Hinweis darauf, dass die bisherigen geldpolitischen Maßnahmen, die sie ergriffen hatten, nicht wirklich nachhaltig waren.

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