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Wirtschaft

Die USA schaden sich selbst – Notenbank-Chef verstört Anleger

22. Juli 2010 –

Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, ist nicht überall beliebt. Dennoch ist er vor einigen Monaten wiedergewählt worden als oberster Herr über die Zentralbank der USA, die Federal Reserve. Dies jedoch mit dem denkbar schlechtesten Ergebnis aller Zeiten – was auf die Gefahr dieser Wiederwahl hindeutete. Und nun wird es immer deutlicher: Der Notenbank-Chef Bernanke verstört die Anleger, und dies weit über die Grenzen der USA hinaus.

Laut Bernanke sei die Zukunft der Wirtschaft seines Landes äußerst unsicher. Der Chef der US-Notenbank hat es dadurch wieder einmal geschafft, die Anleger zu verunsichern und damit den Wert des US Dollar gegenüber anderen Währungen zu mindern.

Und so verlor der US Dollar auch prompt gegenüber dem Japanischen Yen und auch gegenüber dem Euro, der derzeit auf 1,2858 US Dollar liegt und damit heute bereits über einen US Cent gegenüber der Währung der USA gutgemacht hat.

Auch weiterhin bleibt die Frage offen, wann sich die Zentralbank der USA, die Fed, aus der Null-Zins-Politik zurückzieht und den Leitzins endlich wieder anhebt. Zu Beginn der Finanzkrise hatte die Federal Reserve sehr schnell den Leitzins gesenkt und dann irgendwann keinen Puffer mehr nach unten gehabt – während die Europäische Zentralbank genau in die andere Richtung ging, und den Leitzins viel zu langsam senkte.

Was aus der US-Wirtschaft werden wird, ist wichtig für die gesamte Weltwirtschaft. Wenn die USA längst den Status der führenden Wirtschaftsmacht verloren haben, so sind sie dennoch immer noch eine wichtige Messlatte für die globale Wirtschaft.

Heute wurde zudem bekannt, dass die Notenbank Chinas damit aufgehört hat, die eigene Währung, den Yuan, gegenüber dem US Dollar aufzuwerten. Dies könnte ein mögliches Signal dafür sein, dass sich die Volksrepublik nach und nach weiter von ihren Reserven der US-Währung verabschieden wird, und sich stattdessen mehr nach dem Euro richten und nach anderen Währungen. Zudem könnte ein Anwachsen der Gold-Reserven von China stattfinden.

Die USA stehen damit weiter vor einem Scheideweg, bei dem die endgültige Richtung noch völlig offen ist.

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